Glasgefäße  
FO: Magdalensberg
VO: Magdalensberg, Ausgrabungsmuseum - Glas

GlasgefäßeDie Grabungsfunde auf dem Magdalensberg zeigen, daß zu aller Zeit des Bestandes der Stadt Glas als Grundstoff für verschiedene Gefäße und als Rohmaterial für andere Gegenstände, wie beispielsweise Gemmen und Kameen, ein durchaus bekanntes und verbreitetes Material gewesen ist.

Was die vielfältigen Gefäße betrifft, so unterlagen deren Formen und Dekor einem ähnlichen Wandel der Mode und des Geschmacks, wie er bei der importierten Keramik feststellbar ist. Kleine, bunte Fläschchen (balsamaria) dienten als Parfumflacons, Rippenglasschalen als Trinkgefäße; buntgefärbte Teller und Krüge sowie Schüsseln aus Rippenglas waren kostbare Details innerhalb des Tafelgeschirrs.

Als Herstellungsgebiet für geblasene Glasgefäße gilt Aquileia, Campanien und Ägypten (Alexandria) meist für geformte Buntgläser. Der aus den Funden ersichtliche große Formenreichtum weist auf die hochentwickelte diesbezügliche Industrie im Süden, aber auch auf den regen Import in den Alpenbereich hin.

Lit.: B. Czurda-Ruth, Die römischen Gläser vom Magdalensberg. Arch. Forsch. Magdalensberg 6 (1979), pass.