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Landhaus in der römischen Antike. Ursprünglich
war sie die zu einem Landgut gehörende villa rustica, von der aus
der Besitzer sein Ackerland verwaltete. Zu einer Villa gehörten in der
Regel einige Wohngebäude, Stallungen und Außengebäude, in denen alle Arbeiten,
die mit dem Gutshof in Verbindung standen, ausgeführt wurden.
Seit dem 2. Jahrhundert v. Chr. bezeichnet der Begriff villa urbana
die großzügige Nachbildung der ländlichen Modelle innerhalb der Stadt,
während die so genannte villa pseudourbana große, luxuriöse Landhäuser
bezeichnet, die dafür bestimmt waren, reichen Stadtbewohnern alle Annehmlichkeiten
und allen Komfort ihrer Stadthäuser, und darüber hinaus auch die Freuden
des Landlebens zu bieten.
Die am besten erhaltenen römischen Villen befinden sich in Herculaneum
und Pompei. Sie sind durch den Ausbruch des Vesuv beinahe in ihrer ursprünglichen
Gestalt erhalten. Beschreibungen solcher Villen sind auch in den Briefen
von Cicero und Plinius nachzulesen.
Zu den üblichen architektonischen Merkmalen zählten eindrucksvolle Säulenfassaden
und Säulenhallen mit dem Atrium, reichverzierte Innenhöfe sowie Gärten
mit Säulengängen. Die Villen waren aufwendig mit Skulpturen, Gemälden
und Mosaiken verziert.
Das berühmteste Beispiel einer derartigen Villa ist diejenige, die Kaiser
Hadrian um 120 n. Chr. in Tivoli erbauen ließ. Sie umfasste eine große
Reihe von Gebäuden, die sich über drei Kilometer hinzogen. Dazu gehörten
luxuriöse Wohnbereiche, Bäder, Pavillons, riesige Unterhaltungssäle sowie
Parks und Gärten. Sie alle waren prächtig verziert und mit Skulpturen
griechischer Bildhauer versehen.
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Quelle: Microsoft
Encarta
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