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Faksimile

Transkriptionen und Faksimiles


Die Transkription des literarischen Nachlasses

Die Transkription erfasst mehr als 10.000 Manuskriptseiten des literarischen Nachlasses von Robert Musil sowie annähernd 1.000 Seiten der Musil-Autographensammlung aus den Beständen der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien (ÖNB). Die Transkription des literarischen Nachlasses basiert auf der CD-ROM-Edition von Friedbert Aspetsberger, Karl Eibl und Adolf Frisé (Rowohlt 1992). Sie wurde für die Klagenfurter Ausgabe auf Lesefehler überprüft, korrigiert, ergänzt und mit einem Hyperlinkseiten- und Stellenkommentar ausgestattet. Das Ergebnis ist die Wiedergabe des authentischen Musilschen Nachlasses in der überlieferten Anordnung.

Das Transkriptionssystem

Die Transkription dient der exakten Darstellung der Textschichten. Das Transkriptionssystem geht auf eine Probetranskription von Elisabeth Castex (publiziert 1980 bei Rowohlt) zurück, es wurde in einer adaptierten Form für die CD-ROM-Edition von 1992 verwendet und für die Klagenfurter Ausgabe beibehalten. Es besteht in der nicht zeilenidenten und nicht detailhaft nachbildenden Wiedergabe des handschriftlichen Textes mit zusätzlich eingebauten diakritischen Textauszeichnungssignalen (Transkriptionssiglen) und beschreibenden Metatexten (in Popups).
Das verwendete Transkriptionssystem ist dem spezifischen Charakter des Musilschen Schreibens angepasst, da die etwa 1.700 "Schmierblätter" (Manuskriptseiten mit inkohärenten Notizen) keine nachbildende Wiedergabe erlauben. Der allgemeine Vorteil dieses Transkriptionssystems mit diakritischen Zeichen gegenüber einen mehr nachbildenden liegt in den besseren Suchmöglichkeiten und der besseren Konvertierbarkeit. Der Trend bei Computereditionen geht dennoch zu Transkriptionsverfahren mit typografischen Umsetzungen.
In die Edition neu aufgenommene Handschriften (das Genfer Grigia-Manuskript, die Briefkonzepte und Autographen) sind bereits nach einem reformierten Transkriptionssystem transkribiert.

Die Faksimiles

Alle Manuskripte des Nachlass- und Autographenbestandes der ÖNB sind in der Klagenfurter Ausgabe durch Bilddateien vertreten. Dadurch ist die Lektüre der Texte Robert Musils auf drei Darstellungsebenen möglich: im Lesetext, in der Transkription und am Faksimile der Originalhandschriften. Ein leitender Gedanke bei der Veröffentlichung der Bilddateien besteht darin, den Nutzern die Möglichkeit zu bieten, die Handschriften einzusehen, um damit das Schreiben Musils wirklich plastisch erscheinen zu lassen. Die Transkription mag in diesem Fall als Lesehilfe betrachtet werden; so besteht außerdem maximale Transparenz der herausgeberischen Entscheidungen bei der Erstellung des Lesetexts.

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