Abraham Kern

Abraham Kern

In: Grenzenlos – Geschichte der Menschen am Inn. Katalog zur ersten Bayerisch-Oberösterreichischen Landesausstellung 2004, Asbach – Passau – Reichersberg – Schärding, 23. April bis 2. November 2004. Herausgegeben von Egon Boshof, Max Brunner und Elisabeth Vavra. – Regensburg: Pustet 2004. 506.4°. Illustr., Karten, Graph. Darstellungen. Objekt-Nr.: 5.5.2, S. 366.

Zum Anfang   Zurück   Vorwärts   Zum Ende

Fenster schließen


Leihgeber: Museum der Stadt Wasserburg (Deutschland)
Abraham Kern

© Institut für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit, Krems (Peter Böttcher)


Wasserburg (?), 1599
Öl auf Leinwand, Höhe 95,5 cm, Breite 74,5 cm

Bis ins frühe 16. Jahrhundert lässt sich die Familie Kern in Wasserburg zurückverfolgen. Peter Kern der Ältere war der Ahnherr des Geschlechts, das durch Handel mit Wein, Getreide, Salz und auch Honig zu Macht und Ansehen gelangte. Bei Abraham Kern, der dieses Vermögen noch durch eine kluge Heirat vermehrte, waren 1604 der Tiroler Erzherzog, die Tiroler Landschaft und mehr als 40 Bürger aus Wasserburg, Rosenheim, Kraiburg, Kufstein usw. mit 39 970 Gulden verschuldet. Kern war Mitglied des Inneren Rats der Stadt Wasserburg und Hofmarksherr zu Zellerreuth und Lerchenhub. Um 1600 wurde Abraham Kern in den Adelsstand erhoben. In seiner Jugend unternahm er eine Italienreise; er gab eine Chronik seiner Stadt heraus und schickte seine Söhne an die Universität nach Ingolstadt zum Studium.


Elisabeth Vavra


Literatur: Willi BIRKMAIER, Abraham Kern d.Ä. auf Zellerreit und Lerchenhub (1563-1628). Ein Beitrag zur Geschichte Wasserburger Geschlechter. In: Heimat am Inn 8 (1988), S. 167-233.