Die Forchtensteiner Rosalienkapelle, um 1690

Die Forchtensteiner Rosalienkapelle, um 1690

In: Bollwerk Forchtenstein. Burgenländische Landesausstellung 1993 auf Burg Forchtenstein vom 15. Mai bis 31. Oktober 1993. Herausgegeben vom Amt der Burgenländischen Landesregierung, Abteilung XII/2 – Landesarchiv und -bibliothek. Katalog. Redigiert von Jakob M. Perschy. Burgenländische Forschungen. Sonderband 11. – Eisenstadt: Amt der Burgenl. Landesregierung, Abteilung XII-2, Landesarchiv und -bibliothek 1993. 275. 4°. Bibl., Illustr., Karten, Graph. Darstellungen, Stammtafeln. Objekt-Nr.: VI, 14, S. 196. Abbildung S. 20.

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Leihgeber: Fürstlich Esterházy'sche Sammlungen, Burg Forchtenstein (Burgenland), II/2/1/98, II/24/7/3
Die Forchtensteiner Rosalienkapelle, um 1690

© Fürstlich Esterházy'sche Sammlungen, Burg Forchtenstein (Burgenland)


Zwei Kupferstiche von Matthias Greischer (?), je 9 x 11 cm.

1665 ließ Graf Paul Esterházy an der höchsten Stelle des heutigen Rosaliengebirges eine hölzerne Kapelle errichten und darin Statuen der Muttergottes und der heiligen Rosalia aufstellen. Der große Zulauf aus Ungarn und Österreich veranlaßte ihn, 1670 mit dem Bau der heutigen Kapelle mit ihrem kreuzförmigen Grundriß, der charakteristischen, durch verschiedene Firsthöhen gegliederten Dachsilhouette und dem kleinen Turm mit Pyramidenhelm über der Südfassade zu beginnen, der 1680 geweiht wurde. Im Jahre 1695 stiftete Leopold Kardinal Kollonitsch für die Kapelle, die viele Wallfahrer anzog und bei der Verbreitung des Rosalienkults in Ungarn eine große Rolle spielte, eine kostbar gefaßte Reliquie der Heiligen.


Hans Peter Zelfel


Literatur: Otto Guglia und Gerald Schlag, Burgenland in alten Ansichten (Wien 1986), S. 66, 67 (Abb.). – Josef RITTSTEUER, Rosalienkult im Burgenland. In: Burgenländische Heimatblätter 16 (1954), S. 104ff.