Passions-Triptychon des Benedikt Fieger

Passions-Triptychon des Benedikt Fieger

In: Circa 1500. Leonhard und Paola – Ein ungleiches Paar. De ludo globi – Vom Spiel der Welt. An der Grenze des Reiches. Landesausstellung 2000 – mostra storica in Lienz, Schloß Bruck, in Brixen, Hofburg Brixen und in Besenello, Castel Beseno, Besenello. Veranstaltet vom Land Tirol, der Stadt Lienz u.a. Redaktion Marco Abate u.a. – Mailand: Skira, 2000. – 539. 4°. Illustr., Bibl., Karten Objekt-Nr.: 2-21-1, S. 409. Abbildung S. 293.

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Leihgeber: Prämonstratenserstift Schlägl (Aigen im Mühlkreis, Oberösterreich), K 12
Passions-Triptychon des Benedikt Fieger

© Prämonstratenserstift Schlägl


1484
Brixner Schule
Tempera auf Holz, 148 x 171 cm (geschlossen 148 x 85 cm)

Das aus bemalten Tafeln bestehende Retabel wurde von Domdekan Benedikt Fieger 1484 für die 1482 erbaute Dreifaltigkeitskapelle der Brixner Domkirche gestiftet. An der Haupttafel ist die vielfigurige Kreuzigung gezeigt, an den Flügeln die Passionsszenen Ölberg, Geißelung, Dornenkrönung und Kreuztragung. Das ikonographische Programm nimmt an den Flügelaußenseiten auch auf lokale Bistumsheilige bezug: Ingenuin und Albuin, Stephanus und Vigilius. Stephanus war der erste Münsterpatron. Da Fieger seit 1475 das Amt eines Pfarrers von Eppan bekleidete, mag die Wahl auf den Trienter Diözesanpatron gefallen sein.
Fieger stammte aus Hall und hatte in Wien studiert. Als Gesandter und Kanzler von Herzog Sigmund bekleidete er auch die Pfarrerstelle von Hall. 1471 wurde er zum Domdekan von Brixen ernannt. Er verstarb 1490 in Wien und wurde in St. Stephan beigesetzt.


Leo Andergassen


Literatur: