Bildnis Kaiser Maximilian I. und Bianca Maria Sforza

Bildnis Kaiser Maximilian I. und Bianca Maria Sforza

In: Circa 1500. Leonhard und Paola – Ein ungleiches Paar. De ludo globi – Vom Spiel der Welt. An der Grenze des Reiches. Landesausstellung 2000 – mostra storica in Lienz, Schloß Bruck, in Brixen, Hofburg Brixen und in Besenello, Castel Beseno, Besenello. Veranstaltet vom Land Tirol, der Stadt Lienz u.a. Redaktion Marco Abate u.a. – Mailand: Skira, 2000. – 539. 4°. Illustr., Bibl., Karten Objekt-Nr.: 2-19-2, S. 395.

Zum Anfang   Zurück   Vorwärts   Zum Ende

Fenster schließen


Leihgeber: Landesfürstliche Burg (Meran, Südtirol), 6729
Bildnis Kaiser Maximilian I. und Bianca Maria Sforza

© Rotter Josef, Bozen


Öl auf Holz, 81 x 64 cm

Das Doppelporträt zeigt Maximilian I. gegenüber der jungen Bianca Maria Sforza, die er in zweiter Heirat 1494 in Innsbruck zur Frau nahm. Bianca Maria wurde 1472 als Tochter von Giangaleazzo Sforza, Graf von Pavia und Herzog von Mailand, und Bona von Savoyen geboren.
Die von den zwei Häusern gewünschte Verbindung hatte natürlich die politische Wertigkeit einer Machtstärkung Maximilians auf der italischen Halbinsel, verlief aber nicht glücklich. Bianca Maria starb nach nur sechs Jahren Ehe möglicherweise aus Kummer und wurde im fürstlichen Mausoleum des Klosters Stams ohne Beisein Maximilians beigesetzt.
Anton Endlinger schrieb 1887, dass es sich bei dem Gemälde, ein Werk von höchster Qualität, das Dr. Schönherr, der Leiter des Innsbrucker Archivs, für die kleine Landesfürstliche Burg von Meran sicherte, um einen Ausschnitt aus einem größeren Bild handelt und sah in der Frau die Gesichtszüge der ersten Gemahlin Maximilians Maria von Burgund. 1892 legte dagegen David Schönherr dar, wie die jungen Züge der zwei Dargestellten die Wissenschaftler in die Irre geführt hatten und bestätigte, dass es sich bei der jungen Frau allein um Bianca Maria Sforza handelt.


Rosanna Pruccoli


Literatur: A. ENDLINGERM, Aus deutschem Süden (Meran 1887). – David SCHÖNHERR, Geschichte und Beschreibung der alten Landesfürstlichen Burg in Meran (Meran 1882).