Mitra

Mitra

In: Circa 1500. Leonhard und Paola – Ein ungleiches Paar. De ludo globi – Vom Spiel der Welt. An der Grenze des Reiches. Landesausstellung 2000 – mostra storica in Lienz, Schloß Bruck, in Brixen, Hofburg Brixen und in Besenello, Castel Beseno, Besenello. Veranstaltet vom Land Tirol, der Stadt Lienz u.a. Redaktion Marco Abate u.a. – Mailand: Skira, 2000. – 539. 4°. Illustr., Bibl., Karten Objekt-Nr.: 2-16-1, S. 374. Abbildung S. 271.

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Leihgeber: Domschatz Brixen (Südtirol)
Mitra

© Rotter Josef, Bozen


Um 1450
Seidenstoff mit Metallappliquen 34 (+11) x 21 x 27,5 cm

Die liturgische Kopfbedeckung der Brixner Bischöfe entspricht dem Typus der mitra pretiosa. An beiden Seiten ist der Damast mit Zierappliquen in Form von getriebenen und vergoldeten Formen bestückt. Sterne, Eichenlaub, Tondi mit eingelassenen Sternen oder Rosetten schmücken mit den Einfassungen der Edelsteine die Frontseiten. Am unteren Ende läuft eine in Brettchenwebtechnik hergestellte Goldborte entlang, die infulae (streifenförmige Bänder) sind aus demselben Stoff hergestellt. Die Mitra wird in die Mitte des 15. Jahrhunderts datiert und dürfte demnach von Nikolaus von Kues und seinen Nachfolgern benutzt worden sein.


Leo Andergassen


Literatur: Karl WOLFSGRUBER, Dom und Kreuzgang von Brixen. Geschichte und Kunst (Bozen 1988), S. 23, Abb. 33.