Geburt Christi

Geburt Christi

In: Circa 1500. Leonhard und Paola – Ein ungleiches Paar. De ludo globi – Vom Spiel der Welt. An der Grenze des Reiches. Landesausstellung 2000 – mostra storica in Lienz, Schloß Bruck, in Brixen, Hofburg Brixen und in Besenello, Castel Beseno, Besenello. Veranstaltet vom Land Tirol, der Stadt Lienz u.a. Redaktion Marco Abate u.a. – Mailand: Skira, 2000. – 539. 4°. Illustr., Bibl., Karten Objekt-Nr.: 2-14-3, S. 366.

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Leihgeber: Graphische Sammlung Albertina (Wien), 1926/690
Geburt Christi

© Graphische Sammlung Albertina, Wien


Um 1450
Meister E. S. (L. 23 )
Kupferstich, 20,4 x 16,6 cm (Einfassungslinie)

Die Geburt Christi (L. 23) ist der größte unter den sechs auf uns gekommenen Stichen dieses Themas des Meisters E. S. und eines seiner größten und beliebtesten Blätter überhaupt. In der Komposition lehnt sie sich an das berühmte Muster an, das vom sogenannten Meister von Flémalle (Robert Campin, um 1420-1425; Dijon, Musée des Beaux-Arts) geschaffen wurde und bis zur Jahrhundertmitte eine beachtliche Verbreitung fand. Stilistisch gehört das Blatt den früheren, wenn auch nicht mehr den frühesten Werken des Meisters E. S. an. Seine Datierung um 1450 bestätigten die bisher registrierten Kopien, die in die frühen fünfziger Jahre zurück reichen. Seine Beliebtheit ist, verglichen mit dem Gemälde des Meisters von Flémalle, der neuartigen axialen Anordnung der Protagonisten und vor allem der Figur Mariens mit prächtig verbreiteten Mantel am Boden zuzuschreiben. Später wurde die Vorlage oft mit der Geburt Christi von Martin Schongauer (B. 4) kombiniert.


Janez Höfler