Wiltener Blockbücher Biblia pauperum, Ars memorandi, Historia Davidis seu Liber regum

Wiltener Blockbücher
Biblia pauperum, Ars memorandi, Historia Davidis seu Liber regum

In: Circa 1500. Leonhard und Paola – Ein ungleiches Paar. De ludo globi – Vom Spiel der Welt. An der Grenze des Reiches. Landesausstellung 2000 – mostra storica in Lienz, Schloß Bruck, in Brixen, Hofburg Brixen und in Besenello, Castel Beseno, Besenello. Veranstaltet vom Land Tirol, der Stadt Lienz u.a. Redaktion Marco Abate u.a. – Mailand: Skira, 2000. – 539. 4°. Illustr., Bibl., Karten Objekt-Nr.: 2-10-4, S. 354. Abbildung S. 261.

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Leihgeber: Universitätsbibliothek Innsbruck (Tirol), 104 H 18
Wiltener Blockbücher 
Biblia pauperum, Ars memorandi, Historia Davidis seu Liber regum

© Rotter Josef, Bozen


Um 1470
Sammelband mit drei Blockbüchern
Papier, Ledereinband über Pappe aus dem 18. Jahrhundert, 27 x 20 cm
35 Doppelblätter

Unter einem Blockbuch versteht man eine im 15. und frühen 16. Jahrhundert hauptsächlich in den Niederlanden und in Deutschland verbreitete Form eines in Holzschnitt-Technik hergestellten Buchs. Bild und Text wurden in eine Holztafel geschnitten und in einem Arbeitsgang auf Papier gedruckt (xylographische Blockbücher). Durch die spezielle Technik des Holztafeldrucks konnte das Papier im Unterschied zu den Inkunabeln nur einseitig bedruckt werden. Die Bilderfolgen hatten die Aufgabe, den Ablauf einer Geschichte anschaulich zu schildern. Der Text diente zur vertiefenden Erläuterung und spielte eine untergeordnete Rolle. Die Blockbücher dienten sowohl der Vermittlung religiös-theologischer Schriften als auch der Erbauung und Belehrung. Der Liber regum ist in nur fünf Exemplaren überliefert. Auf zwanzig Blättern wird in chronologischer Folge die Geschichte Samuels, Sauls und Davids erzählt und umfasst damit nicht – wie der Titel verspricht – das gesamte Buch der Könige.


Johannes Andresen


Literatur: Walter NEUHAUSER, Bibliotheca Wilthinensis. Die Wiltener Stiftsbibliothek in Vergangenheit und Gegenwart. Ein Beitrag der Universitätsbibliothek Innsbruck anläßlich des 850-Jahr-Jubiläums des Stiftes Wilten mit einem Kurzverzeichnis der Handschriften und der Inkunabeln (=Innsbrucker Beiträge zur Kulturwissenschaft Sonderheft 63, Innsbruck 1988), S. 81-82.