Bronzeepitaph des Caspar von Meckau

Bronzeepitaph des Caspar von Meckau

In: Circa 1500. Leonhard und Paola – Ein ungleiches Paar. De ludo globi – Vom Spiel der Welt. An der Grenze des Reiches. Landesausstellung 2000 – mostra storica in Lienz, Schloß Bruck, in Brixen, Hofburg Brixen und in Besenello, Castel Beseno, Besenello. Veranstaltet vom Land Tirol, der Stadt Lienz u.a. Redaktion Marco Abate u.a. – Mailand: Skira, 2000. – 539. 4°. Illustr., Bibl., Karten Objekt-Nr.: 2-8-8, S. 346. Abbildung S. 256.

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Leihgeber: Diözesanmuseum Brixen (Südtirol), 175
Bronzeepitaph des Caspar von Meckau

© Tappeiner AG, Lana


Um 1501
Messingguss, 71,3 x 53 cm

Das Bronzeepitaph birgt das schräggestellte Wappen mit den drei Schaufeln auf rotem Grund, das von einer Helmzier mit Pfauenstoß überfangen wird. Die in Minuskeln gehaltene Memorialinschrift lautet: "hic Iaceo Caspar miles cognomine Meckau / Melchiori et presul condidit ossa frater". An der Tafel lassen sich noch Spuren einer einstigen Vergoldung ausmachen. Die Initialen W A sind am Wappenschild lesbar. Caspar von Meckau verstarb am 4. April 1498 und hinterließ mit testamentarischer Verfügung 20.000 Gulden und eine Anzahl Schmuckstücke für den 1499 begonnenen Bau der Deutschen Nationalkirche Anima in Rom. Diese Schenkung wurde jedoch vom Fürstbischof zurückbehalten. Für den Bau der Sakristei gab Melchior von Meckau 250 Dukaten, für die Errichtung eines Prunkschreins 60 Gulden, wovon er jedoch nur ein Drittel bezahlte. Die finanziellen Machenschaften Meckaus fanden als Negativbeispiel (und mit erhöhten Beträgen) Einlass in Luthers Tischreden.


Leo Andergassen