Testament des Nikolaus von Kues

Testament des Nikolaus von Kues

In: Circa 1500. Leonhard und Paola – Ein ungleiches Paar. De ludo globi – Vom Spiel der Welt. An der Grenze des Reiches. Landesausstellung 2000 – mostra storica in Lienz, Schloß Bruck, in Brixen, Hofburg Brixen und in Besenello, Castel Beseno, Besenello. Veranstaltet vom Land Tirol, der Stadt Lienz u.a. Redaktion Marco Abate u.a. – Mailand: Skira, 2000. – 539. 4°. Illustr., Bibl., Karten Objekt-Nr.: 2-6-12, S. 334.

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Leihgeber: St. Nikolaus-Hospital Bernkastel-Kues an der Mosel (Deutschland), 48
Testament des Nikolaus von Kues

© Landesmedienzentrum Rheinland-Pfalz


6. August 1464
Notariatsinstrument, Pergament, 55,4 x 40,9 cm

Während einer Reise im August 1464 wurde Nikolaus von Kues durch eine plötzliche Krankheit gezwungen, sich in den Bischofspalast von Todi zurückzuziehen. Dort diktierte er seinem Sekretär Peter von Erkelenz sein Testament. Ein früheres Testament ist mit aufgenommen und in Teilen bestätigt oder abgeändert. Das von Nikolaus gestiftete Armenhospital in Kues wird zum Universalerben bestimmt. Aus der Vermögensrendite soll das Hospital zwanzig arme Scholaren mit einer festgesetzten Summe unterstützen. Seine Titularkirche San Pietro in Vincoli in Rom sollte 2000 rheinische Gulden erhalten. Anders als in der ersten Version geht Brixen in der endgültigen Fassung leer aus. Pferde, Kleider und Hausrat sollten die Bediensteten erben. Zu Testamentsvollstreckern bestimmte er drei Mitkardinäle, unter ihnen Pietro Barbo, den späteren Papst Paul II.


Gabriele Neusius


Literatur: Jakob MARX, Geschichte des Armen-Hospitals zum h. Nikolaus zu Cues (Trier 1907), S. 248-253.