Passions-Triptychon

Passions-Triptychon

In: Circa 1500. Leonhard und Paola – Ein ungleiches Paar. De ludo globi – Vom Spiel der Welt. An der Grenze des Reiches. Landesausstellung 2000 – mostra storica in Lienz, Schloß Bruck, in Brixen, Hofburg Brixen und in Besenello, Castel Beseno, Besenello. Veranstaltet vom Land Tirol, der Stadt Lienz u.a. Redaktion Marco Abate u.a. – Mailand: Skira, 2000. – 539. 4°. Illustr., Bibl., Karten Objekt-Nr.: 2-4-6, S. 321. Abbildung S. 248.

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Leihgeber: St. Nikolaus-Hospital Bernkastel-Kues an der Mosel (Deutschland), Kapelle
Passions-Triptychon

© Rotter Josef, Bozen


Um 1460
Meister des Marienlebens, Köln
Öl auf Holz, 177 x 226 cm

Unter dem Kreuz kniet der Stifter Nikolaus von Kues. Er ist am Kardinalsornat und dem Krebswappen erkennbar. Cusanus gab das Altarbild für die Kapelle des von ihm gestifteten Hospitals in Auftrag: im oberen Teil des rechten Seitenflügels ist der heilige Nikolaus als Patron der Einrichtung dargestellt, an der entsprechenden Stelle des linken Flügels der heilige Petrus, der Patron der Titelkirche des Cusanus in Rom, San Pietro in Vincoli. Das Kueser Triptychon gilt als eines der frühesten Werke des von ca. 1460-1480 in Köln wirkenden anonymen Meisters, der nach einem Bilderzyklus mit Szenen aus dem Leben Mariens benannt wird. Er ist beeinflusst von den Niederländern R. van der Weyden und D. Bouts und lässt eine geistige Verwandtschaft mit den Brüdern vom gemeinsamen Leben erkennen, denen auch Nikolaus von Kues nahe stand.

(G.N.)


Gabriele Neusius


Literatur: Carl ALDENHOVEN, Geschichte der Kölner Malerschule (= Gesellschaft für Rheinische Geschichte. Publikationen 13, Lübeck 1902), S. 214f. –Das Werk des Nicolaus Cusanus. Eine bibliophile Einführung. Hrsg. von Gerd Heinz-Mohr und Willehad Paul Eckert (= Zeugnisse der Buchkunst 3, Köln 1963), S.118f. – Jakob MARX, Geschichte des Armen-Hospitals zum h. Nikolaus zu Cues (Trier 1907), S. 44f. –Hans Martin SCHMIDT, Der Meister des Marienlebens und sein Kreis. Studien zur spätgotischen Malerei in Köln (Düsseldorf 1978), S. 33-38. – Hans VOGTS, Die Kunstdenkmäler des Kreises Bernkastel (= Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz 15,1, Düsseldorf 1935), S. 124-126.