Typar des zweiten Stadtsiegels von Brixen

Typar des zweiten Stadtsiegels von Brixen

In: Circa 1500. Leonhard und Paola – Ein ungleiches Paar. De ludo globi – Vom Spiel der Welt. An der Grenze des Reiches. Landesausstellung 2000 – mostra storica in Lienz, Schloß Bruck, in Brixen, Hofburg Brixen und in Besenello, Castel Beseno, Besenello. Veranstaltet vom Land Tirol, der Stadt Lienz u.a. Redaktion Marco Abate u.a. – Mailand: Skira, 2000. – 539. 4°. Illustr., Bibl., Karten Objekt-Nr.: 2-2-6, S. 310.

Zum Anfang   Zurück   Vorwärts   Zum Ende

Fenster schließen


Leihgeber: Diözesanmuseum Brixen (Südtirol)
Typar des zweiten Stadtsiegels von Brixen

© Rotter Josef, Bozen


Um 1450
Intakter Messingstempel, einseitig geschnittene runde Platte, Durchmesser: 56 mm,
rückseitig ein über ein Scharnier schwenkbarer halbkreisförmiger Griff mit einer dreipassförmigen Öffnung

Im runden Feld ein zu beiden Seiten von je einem Engel gehaltener Halbrundschild, darin das nimbierte Gotteslamm, den Kopf schräg nach hinten gewendet, der rechte Vorderlauf ist um das untere Ende einer mit einem Tatzenkreuz besetzten Fahnenstange gelegt, diese trägt das Tuch der in drei Lätzen auslaufenden Osterfahne. Umschrift zwischen je einer Stableiste und einer Perllinie als innerer und äußerer Begrenzung in gotischer Minuskel, die einzelnen Wörter sind durch Ranken abgetrennt: : SIGILLVM CIVIVM CIVITATIS BRIXINENSIS. Das Umschriftfeld mündet in der Form eines Schriftbandes in den oberen Feldzwickel.
Im Unterschied zum ersten, um 1300 entstandenen Stadtsiegel, zeigt das zweite Stadtsiegel heraldische Formen.


Gustav Pfeifer