König Ludwig IV. schenkt der Kirche von Säben den Hof Brixen

König Ludwig IV. schenkt der Kirche von Säben den Hof Brixen

In: Circa 1500. Leonhard und Paola – Ein ungleiches Paar. De ludo globi – Vom Spiel der Welt. An der Grenze des Reiches. Landesausstellung 2000 – mostra storica in Lienz, Schloß Bruck, in Brixen, Hofburg Brixen und in Besenello, Castel Beseno, Besenello. Veranstaltet vom Land Tirol, der Stadt Lienz u.a. Redaktion Marco Abate u.a. – Mailand: Skira, 2000. – 539. 4°. Illustr., Bibl., Karten Objekt-Nr.: 2-2-1, S. 309. Abbildung S. 243.

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Leihgeber: Diözesanarchiv Brixen (Südtirol), Hofarchiv, O. A. Nr. 3
König Ludwig IV. schenkt der Kirche von Säben den Hof Brixen

© Rotter Josef, Bozen


Regensburg, 13. September 901
Original Pergament, 42 x 49 cm, Neuausfertigung (um 910)
mit durchgedrücktem Siegel des Ausstellers

Mit diesem Diplom überlässt der noch unmündige König Ludwig IV. (das Kind) auf Bitten und Fürsprache von Bischof Zacharias von Säben und weiterer fünf Bischöfe der Salzburger und Mainzer Provinz der Kirche von Säben den in der Grafschaft Ratpods gelegenen Königshof (curtis) "Prihsna", den König Arnulf, der Vater Ludwigs, seiner Frau Ota übertragen hatte. Die Königinmutter hatte auf den Hof verzichtet und damit den Weg für die Schenkung freigemacht. Als Pertinenzen des Hofes nennt die Urkunde neben Hintersassen eine Reihe wirtschaftlich nutzbarer Rechte (u. a. Jagden, Vieh- und Fischweiden, Weingärten, Forste, Gewässer, Mühlen). Die Kirche von Säben erhielt damit im Brixner Becken eine komplette königliche Grundherrschaft, die die Basis für die spätere Verlegung des Bischofssitzes und die Keimzelle der werdenden Residenzstadt bilden sollte.


Gustav Pfeifer


Literatur: Quellen: Die Urkunden der Brixner Hochstifts-Archive 845-1295. Hrsg. von Leo Santifaller (= Brixner Urkunden 1; Schlern-Schriften 15, Innsbruck 1929), Nr. 4. – Monumenta Germaniae Historica. Diplomata regum et imperatorum Germaniae Germ. Karol. 4, Nr. 12 (maßgeblich).