Grabstein des Grafen Leonhard von Görz

Grabstein des Grafen Leonhard von Görz

In: Circa 1500. Leonhard und Paola – Ein ungleiches Paar. De ludo globi – Vom Spiel der Welt. An der Grenze des Reiches. Landesausstellung 2000 – mostra storica in Lienz, Schloß Bruck, in Brixen, Hofburg Brixen und in Besenello, Castel Beseno, Besenello. Veranstaltet vom Land Tirol, der Stadt Lienz u.a. Redaktion Marco Abate u.a. – Mailand: Skira, 2000. – 539. 4°. Illustr., Bibl., Karten Objekt-Nr.: 1-19-1, S. 196.

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Leihgeber: Museum der Stadt Lienz (Osttirol); Schloss Bruck (Lienz, Osttirol)
Grabstein des Grafen Leonhard von Görz

© Meinrad Pizzinini, Völs


Abguss, 232 x 127 cm

Die originale Platte aus Isonzo-Kalkstein befindet sich seit 1756 an der rechten Wand, senkrecht montiert, im linken Seitenschiff des Doms zu Görz. Sie zeigt, wie im Kupferstich aus dem Werk des Rudolf Coronini, Leonhard in vollem Harnisch. Die Komposition ist gedrängter, die Füße Leonhards ruhen auf dem Löwen. Die das Gonzagawappen haltende Frauenfigur wird oft als Bildnis der Paola Gonzaga gewertet, dürfte aber doch nur eine Wappenhalterin sein. Die Umschrift lautet:
Graf lienha(r)t von Gotes Genad(e)n phallentz Graue Inn karnth(e)n Graue zu Görtz vnd zu tirol uogt dr Gotzheusser zu aglai zu Trenndz v nd zu Brichssen hat diss(e)n Stein machen lassen anno d. Die Platte dürfte von dem urkundlich erwähnten Meister Veit gefertigt worden sein, zumal er König Maximilian I. um die Bezahlung von zwei Grabsteinen, die er für Leonhard von Görz gefertigt hatte, bat.
Ob mit der zweiten Grabplatte jene für Paola Gonzaga (gest. 1496) gemeint ist, bleibt fraglich.


Gert Ammann

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Literatur: Meinrad PIZZININI, Lienz. Das große Stadtbuch (Lienz 1982), S.121, Abb. 147. – 750 Jahre Stadt Lienz 1242–1992. Jubiläumsausstellung im Museum der Stadt Lienz im Schloß Bruck vom 4. Juni bis 26. Oktober 1992. Durchführung Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum. Kataloggestaltung von Meinrad Pizzinini u. Claudia Sporer-Heis (Lienz 1992), Kat.-Nr. 14.43.