Heiliger Eustachius

Heiliger Eustachius

In: Circa 1500. Leonhard und Paola – Ein ungleiches Paar. De ludo globi – Vom Spiel der Welt. An der Grenze des Reiches. Landesausstellung 2000 – mostra storica in Lienz, Schloß Bruck, in Brixen, Hofburg Brixen und in Besenello, Castel Beseno, Besenello. Veranstaltet vom Land Tirol, der Stadt Lienz u.a. Redaktion Marco Abate u.a. – Mailand: Skira, 2000. – 539. 4°. Illustr., Bibl., Karten Objekt-Nr.: 1-16-1, S. 178.

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Leihgeber: Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum (Innsbruck, Tirol), Kunstgeschichtliche Sammlungen, Gem 1941
Heiliger Eustachius

© Foto Frischauf, Innsbruck


17. Jahrhundert
Unbekannter deutscher Maler
Öl auf Leinwand, 83,5 x 59 cm

Eustachius, der ursprünglich Placidus hieß, stand der Legende nach als General im Dienst des römischen Kaisers Trajan (98-117 n.Chr.). Als er auf der Jagd einmal einen Hirsch verfolgte, sei in dessen Geweih ein Kreuz mit Christus erschienen. Daraufhin soll sich Placidus mit seiner Familie zum christlichen Glauben bekehrt haben und auf den Namen Eustachius getauft worden sein. Zur Zeit Kaiser Hadrians (117-138 n. Chr.) soll er mit Frau und Kindern den Märtyrertod durch Verbrennen erlitten haben. Eustachius zählt zu den 14 Nothelfern, die besonders im Spätmittelalter verehrt wurden.
Der Heilige wird meist kniend vor dem Hirsch mit dem Kreuz dargestellt. Als Vorlage zu diesem Gemälde diente ein Kupferstich von Albrecht Dürer (1498).


Claudia Sporer-Heis

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Literatur: Jagd und Kunst. Ausstellung des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum und des Tiroler Jagdschutzverein 1875 zum 100. Jubiläum des Tiroler Jagdschutzvereins 1875. Innsbruck, Oktober-November 1975. Katalog. Red. von Erich Egg (Innsbruck 1975), S. 6. – Gerhard ANDERLUH, Jagdgöttinnen und Jägerheilige. Religion, Brauchtum und jagdliche Ethik. In: alles jagd...eine kulturgeschichte. Kärntner Landesausstellung im Schloß Ferlach vom 26. April bis 26. Oktober 1997. Katalogbuch. Hrsg. vom Land Kärnten. Red. von Gabriele Guntsche-Liessmann, Daniela Schurian (Klagenfurt 1997), S. 305.