Vorlegemesser mit Futteral

Vorlegemesser mit Futteral

In: Circa 1500. Leonhard und Paola – Ein ungleiches Paar. De ludo globi – Vom Spiel der Welt. An der Grenze des Reiches. Landesausstellung 2000 – mostra storica in Lienz, Schloß Bruck, in Brixen, Hofburg Brixen und in Besenello, Castel Beseno, Besenello. Veranstaltet vom Land Tirol, der Stadt Lienz u.a. Redaktion Marco Abate u.a. – Mailand: Skira, 2000. – 539. 4°. Illustr., Bibl., Karten Objekt-Nr.: 1-14-4, S. 168.

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Leihgeber: Deutsches Ledermuseum / Schuhmuseum (Offenbach am Main, Deutschland), 3437
Vorlegemesser mit Futteral

© Deutsches Ledermuseum / Schuhmuseum (Offenbach am Main, Deutschland)


15. Jahrhundert
Deutsch
Treibarbeit mit Elfenbeingriff, Futteral Lederschnitt (oberer Schuber fehlt)
Bezeichnung am Griff : MIT FREYDEN

Da das Jagdprivileg dem Adel vorbehalten war, bildeten insbesondere alle Arten von Wildbret das Hauptgewicht der Fleischspeisen des herrschaftlichen Mahls. Bei festlichen Essen war es üblich, die Tiere im ganzen zu braten und aufzutragen. Das Tranchieren in tellergerechte Portionen war Aufgabe eines eigenen Vorschneiders, der dem Gast das Fleischstück mit einem breiten Vorlegemesser mit unscharfer Klinge und abgerundeter Spitze servierte. Aus Prestigegründen waren die Griffe dieser Messer zumeist aus kostbarem Material und kunstvoll gestaltet.


Eleonore Gürtler


Literatur: Günter GALL, Leder im europäischen Kunsthandwerk (=Bibliothek für Kunst- und Antiquitätenfreunde 44, Braunschweig 1965), S. 117f., Abb. 87, S.119. – Susanne BÄUMLER, Die Herrentafel – Tischbräuche zwischen Mittelalter und Neuzeit. In: Die anständige Lust. Von Esskultur und Tafelsitten. Münchner Stadtmuseum, 5.2. bis 31.5.1993. Katalog. Hrsg. von Ulrike Zischka, Hans Ottomeyer und Susanne Bäumler (München 1993), S. 75f.