Deckelbüchse

Deckelbüchse

In: Circa 1500. Leonhard und Paola – Ein ungleiches Paar. De ludo globi – Vom Spiel der Welt. An der Grenze des Reiches. Landesausstellung 2000 – mostra storica in Lienz, Schloß Bruck, in Brixen, Hofburg Brixen und in Besenello, Castel Beseno, Besenello. Veranstaltet vom Land Tirol, der Stadt Lienz u.a. Redaktion Marco Abate u.a. – Mailand: Skira, 2000. – 539. 4°. Illustr., Bibl., Karten Objekt-Nr.: 1-13-11, S. 164–165.

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Leihgeber: Staatliche Museen zu Berlin (Deutschland), Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Kunstgewerbemuseum, 31,24
Deckelbüchse

© Staatliche Museen Berlin


15. Jahrhundert
Italien
Olivenholz , gedrechselt, geschnitzt und gefärbt, Höhe 19,2 cm, Durchmesser 13,9 cm

Die rot gefärbte Büchse mit gewölbtem Deckel ist ein typisches Werk der italienischen Frührenaissance, in der sich die neuen, dem Formenschatz der Antike entlehnten Dekorationsmotive mit herkömmlichen gotischen Motiven mischen. "Modern" sind Blattzungenfriese sowie das Winkel-, Quader- und Rankenmotiv. Der Zahnschnitt, das Zinnenkranzdekor und die Eichelform des Deckelknaufs erinnern an Montierungen spätmittelalterlicher Doppelscheuern, mit denen das Gefäß auch in seiner Grundform verwandt zu sein scheint.


Eleonore Gürtler


Literatur: Franz A. DREIER, Deckelbüchse. In: Kunstgewerbemuseum Berlin – Bildführer: Kunsthandwerk vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Bearb. von Stefan Bursche (=Kataloge des Kunstgewerbemuseums Berlin 10, 2. korr. Aufl. Berlin 1989), Kat.-Nr. 143, S. 111, mit Abb.