© Staatliche Kunstsammlungen, Dresden
Um 1500
Severo da Ravenna (4. Viertel 15. Jahrhundert)
Bronze, Breite 23,3 cm
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Liegendes, gekrümmtes Seeungetüm mit nach oben gerichtetem Gesicht. Zwischen den Vorderflossen befindet sich eine Muschel für Streusand, in der Krümmung des Leibes eine Muschel für Tinte. Severo da Ravenna, dem lange Zeit nur eine Marmorstatue des heiligen Johannes an der Fassade der Cappella del Santo von Sant' Antonio in Padua zugeschrieben werden konnte, entpuppte sich später als der als "Meister des Drachens" bezeichnete Künstler. Damit konnten ihm einige Werke, die vorher zu den Arbeiten Bartolomeo Bellanos oder Andrea Briccios gezählt wurden, zugeschrieben werden.
Auf Grund der Wiederbelebung des Interesses an der römischen Literatur wurde es notwendig, viele antike Texte aufzuspüren, zu kopieren und zu sammeln. Um 1400/1420 kam auch noch das Interesse an der griechischen Literatur hinzu.
Bereits im 14. Jahrhundert begannen die Gonzaga Bücher zu sammeln. Auf Grund des Einflusses von Vittorino da Feltre trug Markgraf Ludovico III. aktiv Bücher zusammen, indem er für den Buchkauf weitverstreute Kontakte aufbaute und auch eine Reihe von Kopisten beschäftigte. Seine Söhne, vor allem Markgraf Federico und Kardinal Francesco, führten diese Tradition mit großem Interesse fort.
Schon aus Verständigungsgründen spielte für die Familie Gonzaga die Schriftlichkeit eine wesentliche Rolle. Um Paola die Möglichkeit zu geben, Briefe selbst zu schreiben, gab man ihr auch ein "Pennal mit aller Zugehor zu Schreibfedern" in ihrem Brautschatz nach Lienz mit.
Claudia Sporer-Heis
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