Spielbrettkästchen

Spielbrettkästchen

In: Circa 1500. Leonhard und Paola – Ein ungleiches Paar. De ludo globi – Vom Spiel der Welt. An der Grenze des Reiches. Landesausstellung 2000 – mostra storica in Lienz, Schloß Bruck, in Brixen, Hofburg Brixen und in Besenello, Castel Beseno, Besenello. Veranstaltet vom Land Tirol, der Stadt Lienz u.a. Redaktion Marco Abate u.a. – Mailand: Skira, 2000. – 539. 4°. Illustr., Bibl., Karten Objekt-Nr.: 1-10-2, S. 147. Abbildung S. 84.

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Leihgeber: Bayerisches Nationalmuseum (München, Deutschland), MA 2523
Spielbrettkästchen

© Bayerisches Nationalmuseum, München


15. Jahrhundert
Venedig
Bein, Nussbaum, Palisander, Blindholz, Eiche,
11,3 x 23,1 x 14,8 cm

Das aufklappbare Kästchen ist allseitig mit geometrischen Ornamenten geziert. Der Deckel weist ein Trictrac-Spielfeld, der Boden ein diagonal verlaufendes Schachbrettmuster auf. Auf der Deckelinnenseite ist inmitten eines geometrischen Dekors ein kolorierter Holzschnitt mit den Heiligen Kilian, Kolonat und Totan sowie dem Wappen von Würzburg sichtbar, das wohl später hinzugefügt wurde.
Die industrielle Herstellung dieser Spielbretter und -kästchen war eine venezianische Spezialität, die als confanetti nuciali Verbreitung fanden.


Gert Ammann


Literatur: Spiele. Gesellschaftsspiele aus einem Jahrtausend. Bearb. von Georg Himmelheber (= Kataloge des Bayerischen Nationalmuseums München 14, Berlin 1972), Nr. 322.