Francesco Gonzaga (1444-1483), Kardinal

Francesco Gonzaga (1444-1483), Kardinal

In: Circa 1500. Leonhard und Paola – Ein ungleiches Paar. De ludo globi – Vom Spiel der Welt. An der Grenze des Reiches. Landesausstellung 2000 – mostra storica in Lienz, Schloß Bruck, in Brixen, Hofburg Brixen und in Besenello, Castel Beseno, Besenello. Veranstaltet vom Land Tirol, der Stadt Lienz u.a. Redaktion Marco Abate u.a. – Mailand: Skira, 2000. – 539. 4°. Illustr., Bibl., Karten Objekt-Nr.: 1-8-6, S. 135–136.

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Leihgeber: Kunsthistorisches Museum (Wien), Gemäldegalerie, 5078, B 49
Francesco Gonzaga (1444-1483), Kardinal

© Kunsthistorisches Museum, Wien


Um 1580-1582
Unbekannter Mantuaner Maler
Öl auf Papier auf Holz; 140 x 105 mm

Francesco, der zweitälteste Bruder Paola Gonzagas, studierte in Pavia und war zunächst apostolischer Protonotar, bevor er 1461 von Papst Pius II., Enea Silvio Piccolomini, zum Kardinal ernannt wurde. Mantegna dokumentierte in seinem Wandgemälde in der Camera picta, der sogenannten Camera degli Sposi, die Begegnung des erst 17-jährigen Kardinals Francesco Gonzaga mit seinem Vater Markgraf Ludovico, bei dessen Heimkehr nach der feierlichen Amtserhebung in Rom. Die Einwohner Mantuas und seine Familie bescherten ihm einen jubelnden Empfang, denn mit der Verleihung dieses hohen kirchlichen Amtes – die ohne diplomatische Verhandlungen Ludovicos und der Zahlung eines hohen Geldbetrags nicht erfolgt wäre – hatte die Familie Gonzaga nun endlich auch Einfluss am päpstlichen Hof und eine wichtige Verbindung zur Kirche erlangt.


Eleonore Gürtler


Literatur: Fürstenhöfe der Renaissance. Giulio Romano und die klassische Tradition. Katalog der Ausstellung im Kunsthist. Museum, Neue Burg, 6. Dezember 1989 bis 18. Februar 1990. Red. von Martina Haja, Florian Härb, Maria Welzig (Wien 1989), Kat.-Nr. VII/15. – Kate SIMON, Die Gonzaga. Eine Herrscherfamilie der Renaissance (Köln 1991), S. 24, 91f. – Giancarlo MALACARNE, Il potere e la virtu. Barbara Hohenzollern del Brandeburgo (Mantova 1997), S. 51f.