Federico Gonzaga (1441-1484), 3. Markgraf von Mantua

Federico Gonzaga (1441-1484), 3. Markgraf von Mantua

In: Circa 1500. Leonhard und Paola – Ein ungleiches Paar. De ludo globi – Vom Spiel der Welt. An der Grenze des Reiches. Landesausstellung 2000 – mostra storica in Lienz, Schloß Bruck, in Brixen, Hofburg Brixen und in Besenello, Castel Beseno, Besenello. Veranstaltet vom Land Tirol, der Stadt Lienz u.a. Redaktion Marco Abate u.a. – Mailand: Skira, 2000. – 539. 4°. Illustr., Bibl., Karten Objekt-Nr.: 1-8-5, S. 135.

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Leihgeber: Kunsthistorisches Museum (Wien), Gemäldegalerie, 5076, B 47
Federico Gonzaga (1441-1484), 3. Markgraf von Mantua

© Kunsthistorisches Museum, Wien


1580-1582
Unbekannter Mantuaner Maler
Öl auf Papier auf Holz, 135 x 100 mm

Der älteste Sohn und Nachfolger Markgraf Ludovicos und damit der älteste Bruder von Paola hieß Federico. Auch er hatte die körperliche Missbildung an der Schulter geerbt, weshalb er "il gobbo" (der Bucklige) genannt wurde. In der Tradition seiner Eltern sammelte er weiterhin Kunstwerke und beauftragte Luca Fancelli mit dem Bau der Domus Nova, einem Teil der Palastanlage.
Federico hatte in seiner kurzen Regierungszeit viele Ausgaben zu bestreiten. Der akute Geldmangel zwang ihn, die Auszahlung der Mitgift Paolas immer wieder hinauszuschieben, was zu einer rohen Behandlung Paolas durch Leonhard geführt haben dürfte. Die stufenweise Auszahlung des Restbetrages zog sich so lange hin, dass sich 1490 sogar Kaiser Friedrich III. auf Bitten Leonhards der Sache annahm und einen "Mahnbrief" nach Mantua schickte.


Claudia Sporer-Heis


Literatur: Quellen: Tiroler Landesarchiv, Sigmundiana 4a.029.15. Josef WEINGARTNER, Die letzten Grafen von Görz. In: Lienzer Buch. Beiträge zur Heimatkunde von Lienz und Umgebung (= Schlern-Schriften 98, Innsbruck 1952), S. 134. – Fürstenhöfe der Renaissance. Giulio Romano und die klassische Tradition. Katalog der Ausstellung im Kunsthist. Museum, Neue Burg, 6. Dezember 1989 bis 18. Februar 1990. Red. von Martina Haja, Florian Härb, Maria Welzig (Wien 1989), Kat.-Nr. VII/13. – Kate SIMON, Die Gonzaga. Eine Herrscherfamilie der Renaissance (Köln 1991), S. 91-94.