Ludovico III. Gonzaga (1412-1478), 2. Markgraf von Mantua

Ludovico III. Gonzaga (1412-1478), 2. Markgraf von Mantua

In: Circa 1500. Leonhard und Paola – Ein ungleiches Paar. De ludo globi – Vom Spiel der Welt. An der Grenze des Reiches. Landesausstellung 2000 – mostra storica in Lienz, Schloß Bruck, in Brixen, Hofburg Brixen und in Besenello, Castel Beseno, Besenello. Veranstaltet vom Land Tirol, der Stadt Lienz u.a. Redaktion Marco Abate u.a. – Mailand: Skira, 2000. – 539. 4°. Illustr., Bibl., Karten Objekt-Nr.: 1-8-1, S. 134. Abbildung S. 78.

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Leihgeber: Kunsthistorisches Museum (Wien), Gemäldegalerie, 5072, B43
Ludovico III. Gonzaga (1412-1478), 2. Markgraf von Mantua

© Kunsthistorisches Museum, Wien


Um 1580-1582
Unbekannter Mantuaner Maler
Öl auf Papier auf Holz, 135 x 105 mm

Ludovico III. Gonzaga war seinem Vater Gianfrancesco (1395-1444) als 2. Markgraf von Mantua nachgefolgt. Dieser hatte nach Bezahlung eines beachtlichen Geldbetrages 1433 durch Kaiser Sigismund die Markgrafenwürde erhalten. Ludovico III. war Fürst, Diplomat und Politiker, Soldat und großzügiger Mäzen. Aus dem intensiven Briefwechsel der Familie Gonzaga geht hervor, dass er ein gütiger Ehemann und Vater war. Wie auch andere Mitglieder des Hauses Gonzaga, verdiente Ludovico III. große Geldsummen als Condottiere im dauerhaften, meist von Florenz geschürten Konflikt zwischen Mailand und Venedig. Die Ursachen für die Rivalitäten lagen in wirtschaftlichen und territorialen Streitigkeiten. Wie alle unabhängigen Führer eines Söldnerheeres kämpfte Ludovico immer wieder auf verschiedenen Seiten. Ein Vertrag bestimmte die Dauer und Art der vereinbarten Dienste des Condottiere, die Höhe der Besoldung sowie Größe, Ausrüstung und Waffengattung der Truppe, die dieser zunächst auf eigene Kosten anwerben musste.


Eleonore Gürtler


Literatur: Fürstenhöfe der Renaissance. Giulio Romano und die klassische Tradition. Katalog der Ausstellung im Kunsthist. Museum, Neue Burg, 6. Dezember 1989 bis 18. Februar 1990. Red. von Martina Haja, Florian Härb, Maria Welzig (Wien 1989), Kat.-Nr. VII/11, Abb. S. 326. – Michael E. MALLETT, L'organizzazione militare di Venezia nel 400 (Roma 1989).