Stadt Görz / Gorizia

Stadt Görz / Gorizia

In: Circa 1500. Leonhard und Paola – Ein ungleiches Paar. De ludo globi – Vom Spiel der Welt. An der Grenze des Reiches. Landesausstellung 2000 – mostra storica in Lienz, Schloß Bruck, in Brixen, Hofburg Brixen und in Besenello, Castel Beseno, Besenello. Veranstaltet vom Land Tirol, der Stadt Lienz u.a. Redaktion Marco Abate u.a. – Mailand: Skira, 2000. – 539. 4°. Illustr., Bibl., Karten Objekt-Nr.: 1-2-5, S. 103.

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Leihgeber: Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum (Innsbruck, Tirol), Bibliothek, FB 2667
Stadt Görz / Gorizia

© Foto Frischauf, Innsbruck


Um 1650
Caspar Merian, in: Topographia Austriacum Provinciarum , Frankfurt am Main 1649, Anhang I von 1656
Kupferstich, 183 x 193 mm
Bezeichnet oben Mitte: Görtz in Friaul, links unten: Casp. Merian fecit

Wie im Fall Lienz ist auch bei der Stadt Görz die älteste Ansicht erst aus dem 17. Jahrhundert überliefert. Die Ansicht ist enthalten im Werk Topographia Austriacarum Provinciarum, von Matthäus Merian in Frankfurt am Main im Jahr 1649 (in 1. Auflage) herausgegeben.
Das Kastell zeigt im Prinzip das veränderte Aussehen vom Beginn des 16. Jahrhunderts, als die Venezianer in der kurzen Zeit des Besitzes von Görz (1508/1509) die alte Burg mit einer hohen Ringmauer mit fünf Eckbastionen umgeben haben, doch sind diese hier als gewaltige Türme dargestellt. Die obere Stadt einschließend, zieht sich eine massive Mauer über den Schlossberg herab. Unter den Bauten der unteren Stadt ragt der Turm der heutigen Domkirche zu den Heiligen Hilarius und Tatianus heraus. Görz, kirchlich zunächst zur Pfarrei Salcano gehörig, erhielt erst 1460 pfarrliche Rechte. Als Gedächtnisstätte der Görzer Geschichte birgt die Kirche den Kenotaph des Grafen Leonhard von Görz-Tirol der am 12. April 1500 in Lienz gestorben war und dort begraben wurde.


Meinrad Pizzinini


Literatur: Gorizia, un viaggio nel tempo. L'immagine del Castello dal nostro secolo alla origini, Katalog der Comune di Gorizia (Görz 1996), S. 132, Kat.-Nr. 6.