Votivbild Friedrichs mit der leeren Tasche

Votivbild Friedrichs mit der leeren Tasche

In: Eines Fürsten Traum. Meinhard II. – Das Werden Tirols. Katalog der Tiroler Landesausstellung 1995 im Schloß Tirol und im Stift Stams. Redigiert von Josef Riedmann. – Dorf Tirol: Südtiroler Landesmuseum Schloß Tirol; Innsbruck: Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum 1995. 600.8°. Objekt-Nr.: 19.10, S. 483.

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Leihgeber: Basilika Wilten (Innsbruck, Tirol)
Votivbild Friedrichs mit der leeren Tasche

© Foto Frischauf, Innsbruck


1418 (?)

Friedrich mit der leeren Tasche und sein getreuer Begleiter Hans Wilhelm von Mülinen vor Maria kniend, die schützend ihren Mantel über Friedrich hält, rechts hinter Wilhelm von Mülinen die heiligen Bartolomäus und Michael mit der Seelenwaage. Die Ikonographie des Bildes mit dem handelnden Gottvater, der Pfeile abschießt, erinnert an ein Partikulargericht (vgl. Heinrich von Burgeis 'Der Sele Rat'). Herzog Friedrich soll sich nach einer früher vorhandenen Inschrift anläßlich des über ihn verhängten Kirchenbannes und der Reichsacht zur Wiltener Muttergottes verlobt haben; nach Wiedererhalt seiner anererbten Rechte und Länder soll er das Bild haben malen lassen.
Nach Tinkhauser trug die Tafel die Jahreszahl 1418.


Herlinde Menardi


Literatur: Heinrich Schuler, Die Wallfahrtsorte in Tirol, in: Tirol 3 (1931), S. 26. – Magdalens Hörmann-Weingartner, Berneck, in: Tiroler Burgenbuch 7: Oberinntal und Außerfern (Bozen-Innsbruck 1986), S. 60f. – Erich Egg, Die Kunstsammlungen, in: 850 Jahre Prämonstratenser Chorherrenstift Wilten (Innsbruck, 1988), S. 153-255. – Heiltum und Wallfahrt. Katalog der Tiroler Landesausstellung im Prämonstratenserstift Wilten und in der Benediktinerabtei St. Georgenberg-Fiecht vom 11. Juni bis 9. Oktober 1988. Redigiert von Gert Ammann (Innsbruck 1988), Kat.Nr. 2.2.