Kreuzgang und Wärmestube

Kreuzgang und Wärmestube

In: Eines Fürsten Traum. Meinhard II. – Das Werden Tirols. Katalog der Tiroler Landesausstellung 1995 im Schloß Tirol und im Stift Stams. Redigiert von Josef Riedmann. – Dorf Tirol: Südtiroler Landesmuseum Schloß Tirol; Innsbruck: Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum 1995. 600.8°. Objekt-Nr.: 16.13, S. 427.

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Leihgeber: Zisterzienserstift Stams (Tirol), Stiftsarchiv
Kreuzgang und Wärmestube

© Foto Urs Bütler, Luzern


Pater Wolfgang Lebersorg O.Cist., um 1630
Photovergrößerung nach dem Aquarell in der Chronica Monasterii S. Johannis Baptistae in Stambs, S. 32
Die vier Aquarelle zeigen den Kreuzgang, den Brunnen, den Gebäudekomplex mit Refektorium, Dormitorium und Wärmestube.

Inmitten des Kreuzganges steht das vom nördlichen Kreuzgangteil zugängliche quadratische Brunnenhaus, das 1615 abgetragen wurde. Der inschriftlich 1288 datierte Brunnen besitzt drei übereinanderliegende Becken; das unterste war aus Stein gehauen, die beiden oberen Becken, der Knauf an der Spitze, die Ausgußröhren und die Ausgüsse am mittleren Becken in Form von Löwenköpfen waren aus Bronze. Die Umschrift am mittleren Becken lautete: QUI SUPER ASTRA MICAT DEUS HUNC FONTEM BENEDICAT ANNO DNI MCCLXXXVIII. Die eingeschmolzene Bronze wurde 1615 für den Guß der Glocken der Stamser Pfarrkirche verwendet.
Der Gebäudekomplex zeigt die Lage des Dormitoriums (Schlafraumes), des Calefactoriums (der Wärmestube) und des Refektoriums.
Die Wärmestube ist mit einem Holzgetäfel und einer umlaufenden Sitzbank sowie einem offenen Holzgitterrost ausgestattet. Unter dem Holzgitter befand sich der Ofen: die erwärmte Luft drang nach oben in die Wärmestube ein.


Gert Ammann


Literatur: Martin Bitschnau, Romanik in Stams, in: 700 Jahre Stift Stams. 1273-1973 (o.O., o.J.[1973]), S. 19ff.