Freising

Freising

In: Eines Fürsten Traum. Meinhard II. – Das Werden Tirols. Katalog der Tiroler Landesausstellung 1995 im Schloß Tirol und im Stift Stams. Redigiert von Josef Riedmann. – Dorf Tirol: Südtiroler Landesmuseum Schloß Tirol; Innsbruck: Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum 1995. 600.8°. Objekt-Nr.: 15.29, S. 388.

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Leihgeber: Universitätsbibliothek Innsbruck (Tirol), 254.622
Freising

© Foto Frischauf, Innsbruck


1642
Matthäus Merian: Topographia Bavariae
Kupferstiche, 125 x 366 mm beziehungsweise 139 x 366 mm
Inschriften: "VERA EFFIGIES VRBIS ET MONTIS FRISINGENSIS, QVA MERIDIEM ALPES MONACHIVM, ET INGENTEM PLANITIEM ASPICIT 1642", "Die Statt Freisingen gegen Mitternacht."

Markante Baulichkeiten sind auf den Domberg konzentriert, zu dessen Füßen sich die Stadt Freising entwickelte. Bis zur Verlegung des Bischofssitzes nach München im Jahr 1821 war Freising eines der geistlichen und kulturellen Zentren in Süddeutschland.
Nachdem es bereits Pläne zur Schaffung eines Bischofssitzes gegeben hatte, entstand das Bistum tatsächlich als Gründung des heiligen Bonifatius durch die Einbeziehung von Freising in die bayerische Diözesanorganisation von 738/739. Er legte auch die Bistumsgrenzen zwischen Regensburg, Freising, Salzburg und Passau fest. Zum ersten Bischof von Freising wurde der Abt Ermbert geweiht.
Die Diözese Freising reichte im Süden zweimal auf den Boden Tirols herein: im Karwendelgebiet (Unterleutasch – Scharnitz – Hinterriß) und im Unterinntal (Breitenbach – Angath – Langkampfen).
Auch das Hochstift (Fürstentum) Freising erwarb sich umfangreichen Besitz, darunter auch in Tirol.


Meinrad Pizzinini


Literatur: Lexikon für Theologie und Kirche 3, 351-353. – Josef Maß, Das Bistum Freising im Mittelalter I (München ²1988).