Mitra

Mitra

In: Eines Fürsten Traum. Meinhard II. – Das Werden Tirols. Katalog der Tiroler Landesausstellung 1995 im Schloß Tirol und im Stift Stams. Redigiert von Josef Riedmann. – Dorf Tirol: Südtiroler Landesmuseum Schloß Tirol; Innsbruck: Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum 1995. 600.8°. Objekt-Nr.: 15.24, S. 386.

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Leihgeber: Dommuseum zu Salzburg
Mitra

© Foto Anrather, Salzburg


Ende 12. Jahrhundert
Seidenstoff, Goldborten, Gold-, Silber- und Seidenstickerei, Perlen, Korallen, Glasperlen, Seidenfransen
Mitra Höhe 24 cm, Breite 27 cm, Fanones oben 4 cm, unten 5,5 cm breit, 40,5 cm lang, Fransen 6 cm

Die Mitra zeigt auf gelblichem Seidengrund den unteren Rand verstärkende und senkrecht zu den Spitzen führende breite Goldborten mit Flechtbandmuster und wird an den Kanten von schmalen gemusterten Goldborten eingesäumt. In den Zwickeln doppelt gerahmte Kreismedaillons mit den Evangelistensymbolen in Silberstickerei; in der Umrandung Reste der gestickten Evangelistennamen. Aus Perlen und Korallen bestehen die geometrischen Schmuckmotive auf den Borten und die Einfassungen der Bortenkanten (großteils verloren) und Medaillons. Die Evangelistensymbole über dreifacher Perlenreihe, die Nimben aus blauen Glasperlen.
Fanones mit Lilienmotiven (Goldfäden zum Teil ausgefallen, daher Vorzeichnung sichtbar) und goldenen Randporten mit Flechtmuster. An den Enden Abschlußborten mit Stern- und Zackenmuster in Gold, Silber und Grün auf rotem Grund. Weiße, grüne, hell- und dunkelrote Seidenfransen.


Johann Kronbichler


Literatur: Österreichische Kunsttopographie 9 (Wien 1912), S. 56, Taf. XIII, XV, XVI. – Der Dom zu Salzburg - Symbol und Wirklichkeit. Katalog der Ausstellung in den Oratorien des Domes (Salzburg 1959) Nr. 107 b. – Salzburgs alte Schatzkammer (1967) Nr. 6, Abb. 6a. – Dommuseum und alte erzbischöfliche Kunst- und Wunderkammer zu Salzburg. Katalog. Hrsg. von Johannes Neuhardt (Salzburg ²1981), Nr. 12, Abb. 7. – Der Domschatz von Salzburg. Katalog der Ausstellung in der Domschatzkammer St. Petri Bautzen (München-Zürich 1992), Nr. 7.