Brixen

Brixen

In: Eines Fürsten Traum. Meinhard II. – Das Werden Tirols. Katalog der Tiroler Landesausstellung 1995 im Schloß Tirol und im Stift Stams. Redigiert von Josef Riedmann. – Dorf Tirol: Südtiroler Landesmuseum Schloß Tirol; Innsbruck: Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum 1995. 600.8°. Objekt-Nr.: 15.7, S. 380.

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Leihgeber: Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum (Innsbruck, Tirol), Fb 7343
Brixen

© Foto Frischauf, Innsbruck


Um 1570
Georg Braun/Franz Hogenberg: Beschreibung und Contrafactur der vornembsten Stät der Welt
Kupferstich, koloriert, 195 x 490 mm Inschriften:
ObenMitte "BRIXEN", in Rollwerkrahmen: "BRIXIA // TYROLIS."

Die Ansicht von Brixen ist recht realistisch wiedergegeben, wobei der Bereich um den doppeltürmigen Dom mit den weiteren Gotteshäusern, Johanneskirche und Pfarrkirche, gut zu erkennen ist. Diese Bauten hatten sich zu diesem Zeitpunkt noch ihr mittelalterliches Aussehen bewahrt.
Der ursprüngliche Bischofssitz des Brixner Oberhirten war der von Natur aus geschützte Felsen von Säben. Nachdem König Ludwig das Kind im Jahr 901 den Gutshof "Prichsna" dem Säbener Bischof geschenkt und sich überdies die politische Lage konsolidiert hatte, verlegte der Bischof um 990 seinen Sitz hierher in die Nähe der Einmündung des Pustertales in das Eisacktal. Das Bistum umfaßte das Inntal von Finstermünz bis Münster bei Jenbach, einen Großteil des Eisacktales und das Pustertal.
Der Beginn des Fürstentums (Hochstift) von Brixen fällt in das Jahr 1027, als Kaiser Konrad II. dem Brixner Bischof die Grafschaften in Eisack- und Inntal übereignete; 1091 kam durch Heinrich IV. die Grafschaft Pustertal hinzu. Das Hochstift, stark bedrängt von seinen Vögten, bestand bis 1803.


Meinrad Pizzinini


Literatur: Anselm Sparber, Kirchengeschichte Tirols (Bozen 1957), S. 16ff. – Josef Gelmi, Kirchengeschichte Tirols (Bozen-Innsbruck 1986), S. 18-21.