Münztopf und Münzschatz von Neumarkt

Münztopf und Münzschatz von Neumarkt

In: Eines Fürsten Traum. Meinhard II. – Das Werden Tirols. Katalog der Tiroler Landesausstellung 1995 im Schloß Tirol und im Stift Stams. Redigiert von Josef Riedmann. – Dorf Tirol: Südtiroler Landesmuseum Schloß Tirol; Innsbruck: Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum 1995. 600.8°. Objekt-Nr.: 11.7, S. 290.

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Leihgeber: Castello del Buonconsiglio (Trient, Italien)
Münztopf und Münzschatz von Neumarkt

© Elena Munerati, Trient


Verborgen um 1269
Münztopf: Gebrannter Ton Höhe 7 cm

Der um 1269 verborgene Münzschatz von Neumarkt an der Etsch enthielt keine einheimischen Prägungen, sondern ausschließlich grossi (Matapane) aus Venedig [Pietro Ziani (1205-1229): 3 St.; Jacopo Tiepolo (1229-1249): 4 St.; Marino Morosini (1249-1253): 6 St.; Ranieri Zeno (1253-1268): 16 St.], Agleier (Denare zu 12 Bernern) aus Aquileia [Gregor von Montelongo (1251-1269): 7 St.] und Triest [Kommune (1254-1257): 1 St.; Arlongus von Voitsberg (1254-1280): 1 St.]. Die 38 in einem Töpfchen enthaltenen Münzen stammen wahrscheinlich von einem durchziehenden (venezianischen?) Kaufmann. Über dem Bauchknick des durch die Münzen datierbaren Töpfchens läuft eine kräftig betonte Wellenlinie.


Helmut Rizzolli


Literatur: Guido A. Negriolli, Un ripostiglio di monete del sec. XIII a Egna, in: Cultura Atesina 3 (1949), S. 152-154. – Karl Maria Mayr, Versteckfund mittelalterlicher Münzen bei Neumarkt an der Etsch, in: Der Schlern 24 (1950), S. 34. – Karl Maria Mayr, Zum Münzfund von Neumarkt, Der Schlern 25 (1951), S. 185. – Helmut Rizzolli , Münzgeschichte des alttirolischen Raumes und corpus nummorum Tirolensium mediaevalium 1: Die Münzstätten Brixen/Innsbruck, Trient, Lienz und Meran vor 1363 (Bozen 1991), S. 112.