Ritteraquamanile

Ritteraquamanile

In: Eines Fürsten Traum. Meinhard II. – Das Werden Tirols. Katalog der Tiroler Landesausstellung 1995 im Schloß Tirol und im Stift Stams. Redigiert von Josef Riedmann. – Dorf Tirol: Südtiroler Landesmuseum Schloß Tirol; Innsbruck: Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum 1995. 600.8°. Objekt-Nr.: 6.46, S. 207.

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Leihgeber: The Trustees of the British Museum (London, Großbritannien), 1853,3-15,1
Ritteraquamanile

© The British Museum, London


13. Jahrhundert
England
Bronze, Höhe 33,7 cm
Gefunden im River Tyne bei Hexham vor 1853

Das Aquamanile ist eine Art Kanne für Wasser oder Wein, die an der herrschaftlichen Tafel Verwendung fand. Dieses Gefäß wurde über die offene Helmdecke gefüllt und durch die Öffnung an der Stirn des Pferdes geleert. Es hat die Form eines Turnierritters, dessen Lanze und Schild heute verloren sind. Der Reiter trägt ein Kettenhemd, darüber einen Waffenrock, in den als heraldisches Muster alternierend Lilien und Sterne graviert sind. Sein Topfhelm hat schmale Augenschlitze. Das Pferd, dessen Zaumzeug und Brustgurt mit reliefierten Rosetten dekoriert sind, und der Ritter zeichnen sich durch eine hohe Qualität in der Modellierung aus. Das Stück wurde wahrscheinlich in England im späten 13. Jahrhundert hergestellt.


John Cherry


Literatur: Age of Chivalry. Art in Plantagenet England. 1200-1400. Hrsg. von Johnathan Alexander, Paul Binski. Royal Academy of Arts 1987 (London 1987), Kat. Nr. 154.