Bronzespiegel

Bronzespiegel

In: Eines Fürsten Traum. Meinhard II. – Das Werden Tirols. Katalog der Tiroler Landesausstellung 1995 im Schloß Tirol und im Stift Stams. Redigiert von Josef Riedmann. – Dorf Tirol: Südtiroler Landesmuseum Schloß Tirol; Innsbruck: Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum 1995. 600.8°. Objekt-Nr.: 6.10, S. 192.

Zum Anfang   Zurück   Vorwärts   Zum Ende

Fenster schließen


Leihgeber: Museum für Kunsthandwerk (Frankfurt am Main, Deutschland), 6744
Bronzespiegel

© Museum für Kunsthandwerk, Frankfurt a. M.


Mitte 12. Jahrhundert
Schwaben
Bronze, Höhe 8,8 cm 1900 in der Nähe der Wallfahrtskirche vom Bussen (Oberschwaben) gefunden, seit 1929 im Museum für Kunsthandwerk in Frankfurt am Main

Den Spiegelgriff bildet ein eng umschlungenes, einander zugewandtes Liebespaar. Die Rückseite der Spiegelkapsel ziert die Darstellung zweier Liebender auf einem Lager, zu deren Füßen ein Harfenspieler sitzt. Als Vorbild dürften Motive aus der zeitgenössischen Dichtung oder aus der antiken Mythologie gedient haben. Dieser früheste bekannte Spiegel des Mittelalters, sicherlich ein exklusiver Gebrauchsgegenstand der adeligen Gesellschaftsschicht, war vielleicht ein Minnegeschenk an eine Dame.


Julia Hörmann


Literatur: Heinrich Kohlhaussen, Das Paar vom Bussen. In: Festschrift für F. Winkler (Berlin 1959)S., 29-48. – The year 1200. A background survey. The Metropolitan Museum of Art (New York 1970), Kat. Nr. 111 . – Suevia Sacra. Frühe Kunst in Schwaben. Ausstellungskatalog (Augsburg 1973), Kat. Nr. 110. – Die Zeit der Staufer. Geschichte - Kunst - Kultur (Stuttgart 1982), Kat. Nr. 269.