Rauchfaß

Rauchfaß

In: Eines Fürsten Traum. Meinhard II. – Das Werden Tirols. Katalog der Tiroler Landesausstellung 1995 im Schloß Tirol und im Stift Stams. Redigiert von Josef Riedmann. – Dorf Tirol: Südtiroler Landesmuseum Schloß Tirol; Innsbruck: Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum 1995. 600.8°. Objekt-Nr.: 2.9, S. 107.

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Leihgeber: Diözesanmuseum Klagenfurt (Kärnten)
Rauchfaß

© Pressefoto Peter Puch, Klagenfurt


12. Jahrhundert
Süddeutsch
Bronze, Höhe 15 cm, Durchmesser 8,5 cm
Kirche St. Daniel in Grabeisdorf

Das Rauchfaß ist aus zwei halbkugelförmigen Teilen zusammengesetzt: der auf einer runden Basis ruhenden Feuerschale, die mit einem Palmettenkranz verziert ist, und dem durchbrochen gearbeiteten Deckel mit Pflanzen- und Vogelmotiven, der das Entweichen des Weihrauches ermöglichte.
Rauchfässer gibt es bereits im Frühchristentum. Seit dem 11./12. Jahrhundert sind sie in größerer Zahl erhalten. Sie fanden im Gottesdienst, bei Prozessionen, Beerdigungen usw. Verwendung. In Tirol haben sich aus dem Hochmittelalter einige Rauchfässer erhalten (Mareit, Tratzberg und Bozen, Stadtmuseum, s. "Rauchfaß").


Julia Hörmann

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Literatur: Kärntner Kunst des Mittelalters, Ausstellungskatalog 1971 (Wien 1971 ), Kat. Nr. 43, Abb. 12. – Fillitz, Hermann/Pippal, Martina: Schatzkunst. Die Goldschmiede- und Elfenbeinarbeiten aus österreichischen Schatzkammern des Hochmittelalters (Salzburg/Wein 1987), Nr. 35. – Hemma von Gurk, Ausstellungskatalog Schloß Straßburg Gurktal 1988 (Klagenfurt 1988), Kat. Nr. 7.14