Heilige Maria

Heilige Maria

In: Eines Fürsten Traum. Meinhard II. – Das Werden Tirols. Katalog der Tiroler Landesausstellung 1995 im Schloß Tirol und im Stift Stams. Redigiert von Josef Riedmann. – Dorf Tirol: Südtiroler Landesmuseum Schloß Tirol; Innsbruck: Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum 1995. 600.8°. Objekt-Nr.: 2.1, S. 103.

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Leihgeber: Schloss Tirol (Dorf Tirol, Südtirol), Kapelle
Heilige Maria

© Foto Tappeiner, Lana


Um 1330
Glasmalerei, Höhe 107 cm, Breite 30 cm
Im südlichen Apsidenfenster in der Unterkapelle

Die Figur der thronenden Heiligen mit einem Buch in den Händen ist durch die kerzenhaltende Engelsassistenz im rundbogig abschließenden obersten Feld und den Titulus "alma.mater" (hehre Mutter) als Maria ausgewiesen. Maria sitzt (auf einer mit Maßwerk gezierten Thronbank, die perspektivisch in die Tiefe führt. Die Krone läßt eine weitere verlorengegangene Scheibe rekonstruieren, die Christus zum Inhalt gehabt haben könnte ("Sponsus-Sponsa").
Gezeichnet sind die beiden Engelsfiguren und deren Hintergrund, weiters Krone, Heiligenschein und Gesichtspartie Mariens.
Die Schloß Tiroler Marienscheibe ist die älteste erhalten gebliebene Glasmalerei in Tirol (ältere Fragmente aus dem Vinschgau: 13./14. Jahrhundert Marienberg ?, im 19. Jahrhundert auf dem Kunstmarkt, vgl. Foto Plant im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum).


Leo Andergassen


Literatur: Rasmo, Nicolò: Schloß Tirol (Kultur des Etschlandes 9, Bozen 1970), Taf. II. – Trapp, Oswald unter Mitarbeit von Magdalena Hörmann-Weingartner: Tiroler Burgenbuch 2: Burggrafenamt (Bozen/Innsbruck/Wien 1973 und ³1980), 81, Taf. XI