Zwei Augustalen

Zwei Augustalen

In: Eines Fürsten Traum. Meinhard II. – Das Werden Tirols. Katalog der Tiroler Landesausstellung 1995 im Schloß Tirol und im Stift Stams. Redigiert von Josef Riedmann. – Dorf Tirol: Südtiroler Landesmuseum Schloß Tirol; Innsbruck: Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum 1995. 600.8°. Objekt-Nr.: 0.2, S. 63.

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Leihgeber: Kunsthistorisches Museum (Wien), Münzkabinett, 259 aa: Brindisi; 261 aa: Messina
Zwei Augustalen

© Kunsthistorisches Museum, Wien


Geprägt nach 1231
Messina und Brindisi

Diese Goldmünzen wurden wegen der antikisierenden Darstellung, die an die römischen Aurei der antiken Augusti erinnert, als Augustalen bezeichnet. Kaiser Friedrich II. ließ seinen Namen FRIDERICVS nicht auf die Porträtseite, sondern auf die Adlerseite setzen. Das ganze Geschlecht der Hohenstaufen wurde von den Zeitgenossen häufig als "Gens Aquila", d.h. als Adlergeschlecht bezeichnet. Zwar gehörte Graf Meinhard II., nicht direkt zu dieser "Gens Aquila", aber immerhin hatte er diejenige Frau geheiratet, die den einzigen in Frage kommenden Thronanwärter dieses Geschlechtes, nämlich Konradin, geboren hatte. Der kaiserliche Adler diente als Vorbild für die Meraner Adlergroschen, die dadurch auch während des Interregnums (1254-1273) noch als Reichsmünzen gelten sollten.


Helmut Rizzolli


Literatur: Kowalski, Heinrich: Die Augustalen Kaiser Friedrichs II. von Hohenstaufen, in: Schweizerische numismatische Rundschau 55 (1976), 105