Goldanhänger mit gegenständigen Vogelköpfen

Goldanhänger mit gegenständigen Vogelköpfen

In: Hunnen und Awaren. Reitervölker aus dem Osten. Katalog der Burgenländischen Landesausstellung im Schloß Halbturn vom 26. April bis 31. Oktober 1996. Begleitbuch und Katalog. Redigiert von Falko Daim. – Eisenstadt: Amt der Burgenländischen Landesregierung, Abteilung XXII/1, Kultur und Wissenschaft 1996. 488. 8°. Objekt-Nr.: 5.409, S. 404.

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Leihgeber: Kunsthistorisches Museum (Wien), Antikensammlung, VII B 59
Goldanhänger mit gegenständigen Vogelköpfen

© Nicola Sautner, Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Wien


1. Hälfte 7. Jahrhundert
Gold. Länge 87 mm, Gewicht 40,7 g. Ráckeve, Ungarn

Um ein rechteckiges Kästchen neun im Dreieck angeordnete kreisrunde Fassungen. Beiderseits der obersten, in der noch eine blaue Glaseinlage erhalten ist, gegenständige Vogelköpfe. Drei Pendilien mit Glöckchen. Die gegenständigen Vogelköpfe finden sich an Beschlägen aus dem sassanidischen und byzantinischen Bereich. Im Karpatenbecken kommen sie lediglich in Bócsa und an einem der Beschläge aus Kunbábony vor. Die Funktion des gezeigten Anhängers ist unklar. Vielleicht war er Bestandteil eines aufwendigeren Brustschmucks.


Falko Daim


Literatur: Rudolf NOLL, vom Altertum zum Mittelalter. Katalog der Antikensammlung 1 (2. Aufl., Kunsthistorisches Museum Wien 1958, 1974), 58, Nr. 87. – Elvíra H. TÓTH, Attila HORVÁTH, Kunbábony. Das Grab eines Awarenkhagans (Kecskemét 1992), 130, Abb. 58. – Csanád BÁLINT, Kontakte zwischen Iran, Byzanz und der Steppe. Das Grab von Üč Tepe (Sowj. Azerbajdžan) und der beschlagverzierte Gürtel im 6. und 7. Jahrhundert. In: Falko Daim (Hg.), Awarenforschungen I (Archaeologia Austria - Monographien 1 = Studien zur Archäologie der Awaren 4, Wien 1992), Taf.1-3, 31, 54.