Das Diadem aus Tiligul

Das Diadem aus Tiligul

In: Hunnen und Awaren. Reitervölker aus dem Osten. Katalog der Burgenländischen Landesausstellung im Schloß Halbturn vom 26. April bis 31. Oktober 1996. Begleitbuch und Katalog. Redigiert von Falko Daim. – Eisenstadt: Amt der Burgenländischen Landesregierung, Abteilung XXII/1, Kultur und Wissenschaft 1996. 488. 8°. Objekt-Nr.: 4.33, S. 88.

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Leihgeber: Römisch-Germanisches Zentralmuseum (Köln, Deutschland)
Das Diadem aus Tiligul

© Römisch-Germanisches Zentralmuseum, Köln


Gold, Granate, Silberblech (modern). Erhaltene Länge 502 mm, ursprüngliche Länge 542 mm, Höhe in der Mitte 370 mm, Höhe an den Enden 230 mm. Erste Hälfte 5. Jahrhundert. Am rechten Ufer des Tilgul Liman bei Odessa.

Das völkerwanderungszeitliche Diadem ist mit cabochon und plan geschliffenen Granaten in Kastenfassungen verziert. 24 vergleichbare Diademe sind bisher bekannt, sie wurden auf einem weiten geographischen Raum von Osteuropa bis nach Zentralasien gefunden. Sie bildeten den Kopfschmuck der Festtracht und wurden von Frauen des Stammesadels östlicher Reiternomaden wie Hunnen und Alanen getragen.


Inciser Gürçay Damm


Literatur: Inciser Gürçay DAMM, Goldschmiedearbeiten der Völkerwanderungszeit aus dem nördlichen Schwarzmeergebiet. Katalog der Sammlung Dierhardt (2. Kölner Jahrbuch für Vor- und Frühgeschichte 21, 1988), 93-94, 111-114 mit weiterer Literatur, Abb. 53-55.