Maria Josepha Hermengilde Fürstin Esterházy, geborene Prinzessin von und zu Liechtenstein

Maria Josepha Hermengilde Fürstin Esterházy, geborene Prinzessin von und zu Liechtenstein

In: Die Fürsten Esterházy. Magnaten, Diplomaten & Mäzene. Katalog der Ausstellung der Republik Österreich, des Landes Burgenland und der Freistadt Eisenstadt im Schloß Esterházy, Eisenstadt, vom 28. 4. bis 31.10. 1995. Herausgegeben vom Amt der Burgenländischen Landesregierung, Abteilung XII-2. Redigiert von Jakob Perschy. Burgenländische Forschungen. Sonderband. 16. – Eisenstadt: Amt der Burgenländischen Landesregierung, Landesarchiv - Landesbibliothek, 1995. 420.8° Illustr., Graph. Darstellungen, Karten. Objekt-Nr.: XVIII/7, S. 334.

Zum Anfang   Zurück   Vorwärts   Zum Ende

Fenster schließen


Leihgeber: Fürstlich Esterházy'sche Sammlungen, Burg Forchtenstein (Burgenland), B00054
Maria Josepha Hermengilde Fürstin Esterházy, geborene Prinzessin von und zu Liechtenstein

© Information: Amt der Burgenländischen Landesregierung, Landesarchiv und Landesbibliothek


Georg Weikert (Wien 1745-2.2.1799 Wien), 1784
Öl auf Leinwand, 215 x 140 cm
links unten signiert und datiert: "weikert pinxit 1784"

Maria Josepha Esterházy (13.4.1768 - 8.8.1845), Gemahlin Fürst Nikolaus II., ist ganzfigurig, leicht nach links gewandt in ihrem weißen, gold besetzten Hochzeitskleid mit Schleier wiedergegeben.
Das Gemälde wurde im Jahr nach ihrer Hochzeit fertiggestellt und stammt vom Wiener Bildnismaler Georg Weikert. Dieser war Schüler von Martin van Meytens dem Jüngeren, dem Direktor der Wiener Kunstakademie und Lieblingsmaler Kaiserin Maria Theresias. Wie sein Lehrmeister hat er zahlreiche Porträts von Mitgliedern des Kaiserhauses und des Wiener Adels gemalt.
Tochter von Franz Joseph, dem 8. regierenden Fürsten von und zu Liechtenstein und Leopoldine, Reichsgräfin von Sternberg, heiratete sie am 15. September 1783 Prinz Nikolaus Esterházy. Wie ihr Gemahl war die Fürstin den Schönen Künsten sehr zugetan und wurde auch besondere Gönnerin des alten Haydn. Für ihren Namenstag komponierte Haydn im Auftrag des Fürsten seine sechs großen Messen. Sie sorgte nicht nur für sein Weindeputat, sondern auch für eine Equipage und regelmäßige Geldzuwendungen.


Gottfried Holzschuh


Literatur: Joseph Haydn in seiner Zeit, Ausstellungskatalog, Eisenstadt 1982, Nr. 738ff.