LD-Verfahren

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In: Land der Hämmer. Heimat Eisenwurzen. Region Phyrn-Eisenwurzen. Katalog der Oberösterreichischen Landesausstellung 1998. Redigiert von Julius Stieber. – Salzburg: Residenz-Verlag 1998. 616. 8°. Objekt-Nr.: 2.1.3.2, S. 531.

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Leihgeber: Nordico Museum der Stadt Linz (Oberösterreich), 15057
LD-Verfahren

© Nordico Museum der Stadt Linz, Linz (O.Ö.)


Leo Adler (Wels 1897-1987 Linz), 1955
Öl auf Karton, 50 cm x 68,5 cm

Leo Adler kam am 18. Jänner 1897 als Sohn des Welser Lederfabrikanten Leopold Adler zur Welt. Nach dem Besuch der Realschule studierte er von 1912 bis 1916 an der Staatsgewerbeschule Asch in Böhmen (Textilindustrie). Während des Kriegsdienstes an der russischen und italienischen Front entstanden die ersten Zeichnungen sowie das Großgemälde "Erstürmung des Monte Gabriele" für das damalige Linzer Hessenmuseum. Nach dem Ende des 1. Weltkrieges besuchte Leo Adler in Wien die Akademie der bildenden Künste und war dort Schüler von Professor Ferdinand Andri. Bereits 1926 erhielt Leo Adler für die Landschaft "Spätwinter" den Jubiläumspreis des Kunstvereines. Die Welt der Maschine begegnete ihm erstmalig im Wiener Arsenal mit seinen weitgedehnten Maschinenhallen. In den Folgejahren wurde Leo Adler zum bedeutenden Industriemaler. Er schuf drei monumentale Werksbilder für die Wittkowitzer Eisenwerke und für das Stahlwerk "Poldihütte" in Kladno; Großgraphiken vom Bau der Enns-Kraftwerke und des Kraftwerkes Großraming für die OKA; zwei große Ölgemälde vom Bau der Kraftwerke Staning, Mühlrading und Losenstein; Ölbilder und Graphiken vom Bau der Ranna-Sperre des Werkes Partenstein sowie der Österreichisch-Bayrischen Kraftwerke in Braunau-Simbach und Schärding; drei groß dimensionierte Planbilder arbeitete er für die VOEST; Ölbilder und Graphiken für die Stickstoffwerke Linz; für die Österreichischen Donaukraftwerke Wien den Bau des Kraftwerkes Ybbs-Persenbeug in fünf Großgemälden und ebenso für die Tauernkraftwerke. Von Leo Adlers Schaffen während des 2. Weltkrieges als Kriegsmaler der Organisation Todt zeugt die Mappe "Die Baustellen der Organisation Todt" mit einer Einführung von Fritz Hellweg.
1973 wurde Leo Adler zum Professor h. c. ernannt. Seinen 90. Geburtstag konnte der Künstler noch in guter körperlicher Verfassung erleben; er verstarb aber bereits etwas mehr als einen Monat später am 21. Februar 1987.


Norbert Loidol


Literatur: O. JUNGMAIR, Leo Adler. Ein Maler der Technik. In: Heimatland (1931), Nr. 51, S. 802-807. – H. UBELL, Leo Adler. Graphiker und Maler. In: Bergland, Jg. 17 (1935), H. 4, S. 20-23. – Unbekannter Verfasser: Leo Adler, Maler der Industrie. In: Welser Zeitung, 1950, Nr. 15. – Biographisches Lexikon von Oberösterreich, 6. Lieferung (1960) und 11.-14. Lieferung (1968), Nachtrag. – O. JUNGMAIR, Leo Adler. Zum 65. Geburtstag des Künstlers. In: Amtliche Linzer Zeitung, 1962, Nr. 2, S. 76f. – U. V.: Professor Leo Adler 80. In: linz aktiv, Vierteljahresschrift der Stadt Linz, 1977, Nr. 62, S. 26f. – Allgemeines Künstlerlexikon. Die bildenden Künstler aller Zeiten und Völker, 1. Bd. Hg. von G. Meigner (1983), S. 393. – G. WACHA, Einladung zur Eröffnung der Ausstellung "Leo Adler - Der Maler der Technik" am 7.9.1987. Nordico-Mitteilungen, Nr. 357/1987. – Franz ENGL, Leo Adler †. In: Jahrbuch der Innviertler Künstlergilde 1987/1988 (Braunau 1988), S. 124.