Büsten Römischer Kaiser: Hadrian

Büsten Römischer Kaiser: Hadrian

In: Ausstellung Maximilian I. Innsbruck. Katalog der Ausstellung vom 1. Juni bis 15. Oktober 1969. Herausgegeben vom Kulturreferat des Landes Tirol. Für den Inhalt verantwortlich Erich Egg. – Innsbruck: Verlagsanstalt Tyrolia 1969. 112. 8°. Objekt-Nr.: 594 b, S. 161.

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Leihgeber: Hofkirche Innsbruck (Tirol)
Büsten Römischer Kaiser: Hadrian

© Anton Demanega, Innsbruck


Jörg Muskat (Bildhauer der Modelle) und Hans und Laux Zotmann (Gießer) in Augsburg, um 1509/1517
Bronze

Nach dem ursprünglichen Plan Kaiser Maximilians sollten zum Grabmal 34 Büsten der antiken römischen Kaiser "als Vorfahren im Reich" gehören. Die Büsten wurden nach Vorlagen römischer Münzbilder, die Konrad Peutinger geliefert hat, in Augsburg modelliert und gegossen, aber bei der endgültigen Aufstellung des Grabmales nach 1560 nicht verwendet. zuerst in Schloß Ambras aufgestellt, dann in Wien in den kaiserlichen Depots gelagert und nach 1945 in der Hofkirche zu Innsbruck erstmals im Zusammenhang mit dem Grabmal aufgestellt. 1534 waren 34 Stücke vorhanden, jetzt befinden sich 20 in Innsbruck und eine im Bayerischen Nationalmuseum in München.
Die Idee geht mit der "Ehrenpforte" konform, wobei der Künstler versucht hat, der Antike entsprechende Bildnisse zu schaffen, die zwar nicht ganz befriedigen, aber doch die bekannten Eigentümlichkeiten der Kaiser wiedergeben. Während die Serie der neun Kaiser von Caligula bis Domitian puppenhaft und künstlerisch sehr schwach ist, ist eine zweite, ältere Gruppe, von erheblich höherer Qualität und mit Jörg Muskat auch urkundlich in Verbindung zu bringen.
Die ältere Gruppe wurde 1509-1517, die schlechtere nach 1517 geschaffen.


Erich Egg


Literatur: Vinzenz OBERHAMMER, Das Grabmal des Kaisers, in: Ausstellung Maximilian I. Innsbruck, 1. Juni bis 15. Oktober 1969. Katalog. Hrsg. vom Kulturreferat des Landes Tirol. Für den Inhalt verantwortlich Erich Egg (Innsbruck 1969), S. 107-112. – H. R. WEIHRAUCH, Studien zur süddeutschen Bronzeplastik. In: Münchner Jahrbuch der bildenden Kunst, 3. F., Bd. III/IV, 1952/1953 (München 1954), S. 203ff., Abb. 8, 10, 11.