Doppelpokal

Doppelpokal

In: Ausstellung Maximilian I. Innsbruck. Katalog der Ausstellung vom 1. Juni bis 15. Oktober 1969. Herausgegeben vom Kulturreferat des Landes Tirol. Für den Inhalt verantwortlich Erich Egg. – Innsbruck: Verlagsanstalt Tyrolia 1969. 112. 8°. Objekt-Nr.: 590, S. 158.

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Leihgeber: Provinciaal Overijssels Museum (Zwolle, Niederlande), 637
Doppelpokal

© Pieter Gerritse, Zwolle


Nürnberg, zwischen 1502 und 1508
Silber, vergoldet, Höhe 38 cm, Höhe je Becher 20 cm, Durchmesser oben 14,2 cm. Ohne Beschauzeichen. Neue silberne, teilvergoldete Einsatzbecher

Im Fuß jeden Bechers das emaillierte Wappen Maximilians und seiner zweiten Gemahlin, Maria Blanca Sforza, von einem für Nürnberg typischen geriefelten Draht umfaßt. Laut Überlieferung wurde der Pokal von Maximilian seinem Rat, Wilhelm von Hecke, Abt von St. Maria sowie von St. Petrus und Paulus in Luxemburg, der 1486 mit der Stadt Zwolle über das Schlagrecht von Gold- und Silbermünzen – als Privileg Kaiser Friedrichs III. – verhandelt hatte, verehrt. Nach dem Tod Wilhelm von Heckes kam der Pokal an die Stadt Zwolle.


Erich Egg


Literatur: Katalog "Bourgondische Pracht" (Amsterdam 1951), Nr. 256. – H. KOHLHAUSEN, Nürnberger Goldschmiedekunst des Mittelalters und der Dürerzeit, 1240 bis 1540 (Berlin 1968), S. 318f., Nr. 355, Abb. 467-469.