Eiförmiger Deckelpokal

Eiförmiger Deckelpokal

In: Ausstellung Maximilian I. Innsbruck. Katalog der Ausstellung vom 1. Juni bis 15. Oktober 1969. Herausgegeben vom Kulturreferat des Landes Tirol. Für den Inhalt verantwortlich Erich Egg. – Innsbruck: Verlagsanstalt Tyrolia 1969. 112. 8°. Objekt-Nr.: 589, S. 158.

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Leihgeber: Widerholt-Stiftung (Rathaus Kirchheim unter Teck, Deutschland)
Eiförmiger Deckelpokal

© Stadtarchiv Kirchheim unter Teck


Nürnberg,1510
Silber vergoldet, Höhe 33,5 cm. Ohne Beschauzeichen

Eiförmiger Deckelpokal auf offenem Rankenfuß. Das von zwei Löwen gehaltene Deckelwappen trägt vorne den emaillierten Wappenschild Maximilians, der schwarze, zweiköpfige Adler mit aufgelegtem Brustschild in Gold. Der Brustschild ist zweigeteilt, rechts in Rot ein weißer Balken (Österreich) und links in Gold zwei schwarze Schrägbalken (Burgund). Auf der Rückseite des Wappenschildes die Jahreszahl 1510 eingeschlagen.
Über dem Wappen Maximilians befand sich nach 1650 das des damaligen Besitzers Conrad Widerholt von und zu Neidlingen, Obervogt von Kirchheim. 1667 nach dem Tod Conrad Widerholts in den Besitz der Stadt Kirchheim übergegangen.
Vermutlich nach Entwürfen von Albrecht Dürer gearbeitet, wie H. Kohlhausen ausführlich bewiesen hatte.


Erich Egg


Literatur: O. v. FALKE, Silberarbeiten von Ludwig Krug. In: Pantheon XI (München 1933), S. 194. H. KOHLHAUSEN, Nürnberger Goldschmiedekunst des Mittelalters und der Dürerzeit 1240 bis 1540 (Berlin 1968), S. 374ff., Nr. 389, Abb. 530-533.