Rosenkranzbild

Rosenkranzbild

In: Ausstellung Maximilian I. Innsbruck. Katalog der Ausstellung vom 1. Juni bis 15. Oktober 1969. Herausgegeben vom Kulturreferat des Landes Tirol. Für den Inhalt verantwortlich Erich Egg. – Innsbruck: Verlagsanstalt Tyrolia 1969. 112. 8°. Objekt-Nr.: 565, S. 151.

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Leihgeber: Dom zu Bamberg (Deutschland)
Rosenkranzbild

© Emil Bauer, Bamberg


Maler des Cranachkreises in Bamberg (Hans Wolff?), um 1515/1517
Öltempera auf Holz, 200 x 200 cm

In der Art eines Votivbildes zeigt die Tafel, von einem Kranz von 50 weißen und fünf roten Rosen eingefaßt, in der Mitte den Gekreuzigten, darüber Gottvater, die Taube des Heiligen Geistes und die kniende Madonna. In fünf waagerechten Streifen sind zu beiden Seiten des Kreuzes zahlreiche Heilige und Engel angeordnet. Zu Füßen des Kreuzes knien vor einer mit einer Burg geschmückten Landschaft links Papst, Kardinal, Bischof und verschiedene Geistliche, rechts Kaiser Maximilian I., Markgraf Friedrich von Brandenburg mit seinen Söhnen Georg, Johann und Kasimir. Der letztere war ein häufiger Begleiter Maximilians bei seinen Feldzügen. Die Tafel ist eine Stiftung der Markgrafen von Brandenburg für die Dominikanerkirche in Bamberg und kam 1803/1804 in die Antoniuskapelle des Doms. Der Maler war in Bamberg ansässig und stand unter dem Einfluß des Dürerkreises und Lukas Cranach des Älteren.


Erich Egg


Literatur: Ch. GOTTLIEB, Merkwürdigkeiten der Fürstbischöflichen Residenzstadt Bamberg (Nürnberg 1799), S. 130. – Fr. F. LEITSCHUH, Bamberg (Berühmte Kunststätten, Band 63, Leipzig 1914), S. 101. – F. RATHGEBER, Aus der Frühzeit des Rosenkranzes, Heimatbilder aus Oberfranken 11 (München 1914), S. 165. – K. SITZMANN, Das Rosenkranzbild im Dom zu Bamberg. Unsere Heimat (Beilage zum Fränkischen Tag), Bamberg, Nr. 35 vom 30.4.1948. – drs., Neues zum Bamberger Rosenkranzbild, Fränkische Blätter (Beilage zum Fränkischen Tag) Bamberg, Nr. 6 vom 23.3. 1953.