© Hessisches Landesmuseum, Darmstadt
Meister der Aachener Schranktüren, Köln um 1489
Tempera auf Leinwand, 121,5 x 119 cm; an den Rändern beschnitten
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Der heilige Bruno, durch einen Strahlenkranz hervorgehoben, nimmt den Treueid seiner Schüler entgegen und setzt damit den Karthäuserorden ein. Im Bildsockel kniet der Stifter des Bildes, König Maximilian I., mit seinem Wappenschild vor sich. Daneben auf der gemalten Pergamentfahne die Inschrift, die das Bildgeschehen erläutert: Aderat et pretacto inaudito spectaculo quidam spectabilis Theologus et magister bruno nomine ex colonia aggripinensi oriundus qui tremefactus convocatis sex discipulis suis ecce inquit karissime si sic tanto viro accidqui venie nobis sperandum est consulo fugiamus et cum propheta elongantes nos a...
Mit anderen Leinwandbildern, von denen sich Fragmente im Kölner Wallraf-Richartz-Museum und noch ein weiteres in Darmstadt befinden, zu einer Folge gehörend, die für die 1489 geweihte Brunokapelle der Karthause in Köln entstand. Neben König Maximilian I. werden als Stifter der einzelnen Bilder der Folge nach Kaiser Friedrich III., dessen Enkel Philipp von Burgund und Karl VIII. überliefert. Die bisher dem Meister der Aachener Schranktüren zugeschriebenen Bilder versuchte R. Wallrath wegen ihrer lyrischen Gestimmtheit aus dessen Oeuvre auszuscheiden und sie einem eigenständigen, von ihm Meister der Brunolegende benannten Maler zu geben.
Aus der Sammlung des Baron Hüpsch
Erich Egg
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