Der heilige Bruno mit seinen Schülern

Der heilige Bruno mit seinen Schülern

In: Ausstellung Maximilian I. Innsbruck. Katalog der Ausstellung vom 1. Juni bis 15. Oktober 1969. Herausgegeben vom Kulturreferat des Landes Tirol. Für den Inhalt verantwortlich Erich Egg. – Innsbruck: Verlagsanstalt Tyrolia 1969. 112. 8°. Objekt-Nr.: 559, S. 150.

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Leihgeber: Hessisches Landesmuseum (Darmstadt, Deutschland)
Der heilige Bruno mit seinen Schülern

© Hessisches Landesmuseum, Darmstadt


Meister der Aachener Schranktüren, Köln um 1489
Tempera auf Leinwand, 121,5 x 119 cm; an den Rändern beschnitten

Der heilige Bruno, durch einen Strahlenkranz hervorgehoben, nimmt den Treueid seiner Schüler entgegen und setzt damit den Karthäuserorden ein. Im Bildsockel kniet der Stifter des Bildes, König Maximilian I., mit seinem Wappenschild vor sich. Daneben auf der gemalten Pergamentfahne die Inschrift, die das Bildgeschehen erläutert: Aderat et pretacto inaudito spectaculo quidam spectabilis Theologus et magister bruno nomine ex colonia aggripinensi oriundus qui tremefactus convocatis sex discipulis suis ecce inquit karissime si sic tanto viro accidqui venie nobis sperandum est consulo fugiamus et cum propheta elongantes nos a...
Mit anderen Leinwandbildern, von denen sich Fragmente im Kölner Wallraf-Richartz-Museum und noch ein weiteres in Darmstadt befinden, zu einer Folge gehörend, die für die 1489 geweihte Brunokapelle der Karthause in Köln entstand. Neben König Maximilian I. werden als Stifter der einzelnen Bilder der Folge nach Kaiser Friedrich III., dessen Enkel Philipp von Burgund und Karl VIII. überliefert. Die bisher dem Meister der Aachener Schranktüren zugeschriebenen Bilder versuchte R. Wallrath wegen ihrer lyrischen Gestimmtheit aus dessen Oeuvre auszuscheiden und sie einem eigenständigen, von ihm Meister der Brunolegende benannten Maler zu geben.
Aus der Sammlung des Baron Hüpsch


Erich Egg


Literatur: J. J. MERLO, Eine Darstellung aus der Legende des Heiligen Bruno im städtischen Museum zu Köln. In: Organ f. christl. Kunst XV (1865), S. 100ff. – J. J. MERLO, Kunst und Kunsthandwerk im Karthäuserkloster zu Köln. In: Annalen d. histor. Vereins f. d. Niederrhein 1886, S. 38. – F. BACK, Verzeichnis der Gemälde im Großherzoglich Hessischen Landesmuseum in Darmstadt (Darmstadt 1914), S. 33, Nr. 28 A. – A. STANGE, Deutsche Malerei der Gotik, Bd. V (Berlin 1952), S. 57. – R. Wallrath. In: Ausstellungskatalog des Barons von Hüpsch (Köln 1964), Nr. 75.