Die Familie Kaiser Maximilians

Die Familie Kaiser Maximilians

In: Ausstellung Maximilian I. Innsbruck. Katalog der Ausstellung vom 1. Juni bis 15. Oktober 1969. Herausgegeben vom Kulturreferat des Landes Tirol. Für den Inhalt verantwortlich Erich Egg. – Innsbruck: Verlagsanstalt Tyrolia 1969. 112. 8°. Objekt-Nr.: 553, S. 148.

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Leihgeber: Privatbesitz Jean Asselberghs (Brüssel, Belgien)
Die Familie Kaiser Maximilians

© A. C. L., Brüssel


Schule von Bernhard Strigel, um 1515/1520
Öl auf Leinwand, 65 x 78 cm

Links der Kaiser, rechts seine erste Gemahlin Maria von Burgund (1457-1482), dazwischen beider Sohn Philipp der Schöne, König von Kastilien (1478-1506). Vorne des Kaisers Enkel; links Ferdinand (als Kaiser Ferdinand I., 1503-1564), in der Mitte Karl (als Kaiser Karl V., 1500-1558) und rechts sein Schwiegerenkel Ludwig II., König von Ungarn (1506-1526). Halbfiguren. Über Maximilian die Inschrift: Maximilianus. I. Imp. Archidux Austriae. Dux Burgundiae. Über Maria: Maria Ducissa Burgundiae Max. Uxor. Über Philipp: Philippus Hisp. Rex. I. Archidux Austriae. Unter Ferdinand: Ferdinandus I. Imp. Archidux Austriae. Unter Karl: Carolus. V. Imp. Archidux Austriae. Auf der von Ludwig gehaltenen Schriftrolle steht: Ludovicus Rex Hung. et Bohemiae.
Das Original, Vorbild dieses Gruppenporträts, wurde von Strigel anläßlich der Doppelverlobung der Enkel Maximilians in Wien 1515 gemalt und befindet sich dort im Kunsthistorischen Museum. Es ist die linke Hälfte eines Diptychons, auf dessen rechter Hälfte sich ein Familienbildnis des kaiserlichen Historiographen Johannes Cuspinian befindet. Die ursprünglichen, später übermalten Inschriften weisen die Dargestellten als Mitglieder der heiligen Sippe aus.


Erich Egg


Literatur: H. ANKWICZ-KLEEHOVEN, Johannes Cuspinian (Graz 1959), S. 191. – G. OTTO, Bernhard Strigel (München/Wien 1964), S. 101.