Die Seefelder Mirakeltafel

Die Seefelder Mirakeltafel

In: Ausstellung Maximilian I. Innsbruck. Katalog der Ausstellung vom 1. Juni bis 15. Oktober 1969. Herausgegeben vom Kulturreferat des Landes Tirol. Für den Inhalt verantwortlich Erich Egg. – Innsbruck: Verlagsanstalt Tyrolia 1969. 112. 8°. Objekt-Nr.: 538, S. 145.

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Leihgeber: Katholische Pfarrkirche Seefeld (Niederösterreich)
Die Seefelder Mirakeltafel

© Anton Demanega, Innsbruck


Jörg Kölderer, Hofmaler in Innsbruck, 1500-1502
Tempera auf Holz, 200 x 122 cm

Dargestellt ist das Wunder von Seefeld. Der Ritter Oswald Milser hatte 1384 die große Priesterhostie zur Kommunion verlangt. Als der Priester ihm diese aus Furcht reichte, sank der Ritter in den Boden ein und die Hostie färbte sich rot. Die Bluthostie war bis zum ersten Weltkrieg erhalten.
Der Maler stellt die Szene im Kirchenraum von Seefeld dar. Links oben weist das Wappen auf den Stifter dieser Tafel, König Maximilian, hin. Unten sind in einer Inschrift die Privilegien der Wallfahrt aufgezeichnet.
Der Hofmaler Jörg Kölderer erhielt 1500 eine Zahlung für dieses Bild.


Erich Egg


Literatur: O. LUTTEROTTI, Große Kunstwerke Tirols (Innsbruck 1951), S. 172ff. – F. H. HYE, Die heraldischen Denkmale Maximilians I. in Tirol. In: Der Schlern (Bozen 1969), S. 65f. – E. EGG, Die Innsbrucker Malerei zwischen Hof und Bürgerschaft, Tiroler Heimatblätter (Innsbruck 1956), S. 44.