Turnier-Helm mit Vorsteckbart und beweglichem Nackenschutz

Turnier-Helm mit Vorsteckbart und beweglichem Nackenschutz

In: Ausstellung Maximilian I. Innsbruck. Katalog der Ausstellung vom 1. Juni bis 15. Oktober 1969. Herausgegeben vom Kulturreferat des Landes Tirol. Für den Inhalt verantwortlich Erich Egg. – Innsbruck: Verlagsanstalt Tyrolia 1969. 112. 8°. Objekt-Nr.: 507, S. 128.

Zum Anfang   Zurück   Vorwärts   Zum Ende

Fenster schließen


Leihgeber: Schloss Churburg (Südtirol), Rüstkammer, 66
Turnier-Helm mit Vorsteckbart und beweglichem Nackenschutz

© Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Innsbruck (Vinzenz Oberhammer)


Lorenz Helmschmied, 1492

Helm von italienischem Visierhelmtypus, am Unterrand originale Belederung und Benietung für die (fehlende) Kettenbrünne. Stielscheibe im Nacken fehlt. Im Nacken ist ein Reif angesteckt, welcher sechs - ehemals sieben - in Scharnieren hängende Nackenlaschen trägt. Flacher kantiger Kamm, einfache Verzierung der Ränder durch gravierte Parallellinien und Schrägstriche. Eine aufgeschraubte Scheitelverstärkung (Gupfe) weist ihn eindeutig als Turnierhelm aus.
Früher von O. Trapp Hans Müller, jetzt von O. Gamber Lorenz Helmschmied zugeschrieben (im Vergleich mit dem aufschraubbaren Helm zum Welschrennen im Tower of London). Vermutlich zu einer Harnischgarnitur Maximilians I. gehörend.


Erich Egg


Literatur: O. TRAPP, Ein Helm mit beweglichem Nackenschutz. In: Zeitschrift für historische Waffen- und Kostümkunde, Bd. 10 (Berlin 1925), S. 216ff. – O. TRAPP, Die Churburger Rüstkammer (London 1929), S. 104ff., Nr. 66, Tf. 41. – O. GAMBER, Ein Visierhelm der Churer Rüstkammer. In: Schlern-Schriften, Nr. 208 (Innsbruck 1959), S. 59ff., Tf. XI, Abb. 1.