ALT-LAUTE

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In: Ausstellung Maximilian I. Innsbruck. Katalog der Ausstellung vom 1. Juni bis 15. Oktober 1969. Herausgegeben vom Kulturreferat des Landes Tirol. Für den Inhalt verantwortlich Erich Egg. – Innsbruck: Verlagsanstalt Tyrolia 1969. 112. 8°. Objekt-Nr.: 428, S. 112.

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Leihgeber: Kunsthistorisches Museum (Wien), Sammlung alter Musikinstrumente, 30
ALT-LAUTE

© Kunsthistorisches Museum, Wien


Hans Frei, Bologna, 2. Hälfte 16. Jahrhundert
Aus dem Schloß Catajo
Höhe 76,8 cm, Breite 30,1 cm, Tiefe 15,5 cm, Deckenlänge 46,4 cm, Halslänge 29,7 cm, Saitenlänge 67,5 cm

Der in Bologna ansässige deutsche Lautenmacher Hans Frei ist durch eine Theorbe des Museo civico Bologna mit der unzweifelhaften Signierung "Hans Frei in Bologna 1597" trotz Fehlen jedweden archivalischen Beleges für die zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts gesichert. Er baut seine Lauten, deren Korpora noch die alte Bauweise und Form der maximilianischen Zeit aufweisen, in der Tradition Laux Mallers (nachgewiesen zwischen 1500 u. 1528). Ein Gegenstück in Form, Material, Maßen und Druckzettel mit der Wiener Laute Nr. 30 übereinstimmend, befindet sich im Warwick Museum, ehemalige Sammlung Halfpenny. Mit dem Druckzettel in deutscher Fraktur: "Hans Frei". Decke Fichte, ungerahmte Rosette in Kreisornamentik aus der Decke geschnitten, Korpus aus 11 geflammten Ahornspänen (Sycamore), rotbrauner Lack, Hals und Kragen Palisander, Griffbrett Nuß, beides wie der Bezug von 9 doppelten und 2 einfachen Chören spätere Adaptierung um 1600, 9 Bünde.


Erich Egg