FRAGMENT EINES REBECS

FRAGMENT EINES REBECS

In: Ausstellung Maximilian I. Innsbruck. Katalog der Ausstellung vom 1. Juni bis 15. Oktober 1969. Herausgegeben vom Kulturreferat des Landes Tirol. Für den Inhalt verantwortlich Erich Egg. – Innsbruck: Verlagsanstalt Tyrolia 1969. 112. 8°. Objekt-Nr.: 424, S. 111.

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Leihgeber: Kunsthistorisches Museum (Wien), Sammlung alter Musikinstrumente, 433
FRAGMENT EINES REBECS

© Kunsthistorisches Museum, Wien


Süddeutsch, um 1500
Legat Benda
Korpus Buchs.
Gesamthöhe 36,5 cm, max. Korpusbreite 8,9 cm, min. Halsbreite 3 cm, ursprüngliche Saitenmensur etwa 23-24 cm.

Von dem ursprünglich mit einer Hartholzdecke und vier Darmsaiten versehenen Streichinstrument ist nur der massive, hohlgestochene Korpus mit drei Wirbeln erhalten geblieben. Auf der Unterseite in einer Perlstabrahmung die Hochreliefdarstellung einer nackten weiblichen Gestalt mit langem vergoldetem Haar, Halsschmuck und Sandalen. Die schmalen Seitenwände sind mit einem geschnitzten Fries von Wein- bzw. Blumenranken geziert. Als Abschluß des sichelförmigen Wirbelkastens fungiert ein wohl im 17. Jahrhunder hinzugefügter Satyrkopf. Ursprünglich 9 Querrippen, davon zwei erhalten, offenbar im Zusammenhang mit den Griffstellen der Saiten stehen. Die ursprüngliche Stegstellung ist wahrscheinlich im Bereich des unteren
Deckenabsatzes anzunehmen.


Erich Egg


Literatur: M. G. FARMER, Art. Rebâb in MGG 11, Sp. 79.